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Um das Freisinger Stadtbild verdient gemacht hat sich das Ehepaar Georg und Gaby Reiter (M.) mit der Sanierung des Hauses in der Ziegelgasse 5. Bernhard Reiml und Nanni Feller übergaben ihnen den Stadtbildpflege-Preis.

Stadtbildpflege-Preis für das Ehepaar Reiter  

Mit einem Kraftakt zum Ziegelgassen-Schmuckkästchen

Freising - Ob er das noch mal machen würde? Georg Reiter wiegt den Kopf und setzt eine skeptische Miene auf. Denn die Sanierungs-, Instandsetzungs- und auch Rückbaumaßnahmen, die er und seine Frau Gaby am und im Haus in der Ziegelgasse 5 vorgenommen haben, sind zwar preisgekrönt, waren aber auch anstrengend und teuer.

Den Bayerischen Denkmalpflegepreis 2016 in Bronze bekommen sie, den Stadtbildpflege-Preis des Vereins Stadtheimatpflege Freising haben sie am Mittwoch erhalten: Eine prachtvolle Urkunde bestätigte dem Ehepaar Reiter, dass sie sich in besonderem Maße um das Freisinger Stadtbild verdient gemacht haben. Ein Pokal – die Nachbildung des berühmten Freisinger „Kersch-Rötzel-Weißbierglases“ aus dem Jahr 1724 – wird einen würdigen Platz finden.

Denn noch älter als das Original-Weißbierglas ist das Gebäude, das Gaby und Georg Reiter aufwändig saniert haben: Erstmals 1575 urkundlich erwähnt, ist es ein stattliches Bürgerhaus, das durch die Maßnahmen der Reiters sowohl in seiner Substanz erhalten und in seiner Baugeschichte akzentuiert als auch teilweise neu interpretiert wurde. All das veranlasste den Stadtheimatpflege-Verein, im Mai aus allen eingereichten Vorschlägen dieses Projekt als Preisträger 2016 auszuwählen, wie der Vereinsvorsitzende Bernhard Reiml am Mittwoch bei der Übergabe des Preises sagte.

Georg Reiter betonte, die Auszeichnung freue ihn und seine Frau sehr, der Preis möge „Ansporn“ für Andere sein, ähnlich behutsam und verantwortungsvoll mit einem Denkmal umzugehen. Freilich, so wusste auch Reiter: „Das ist auch eine Sache des Geldes.“ Aus dem „Ersparten“ hätten die Reiters diese Mammutaufgabe auch niemals stemmen können, gab Georg Reiter zu. Wie dann? Indem man den wundervollen Garten, der zu diesem Haus an der Ziegelgasse 5 gehörte und auf dem vor ein paar Jahren die mondänen „Ziegelhöfe“ errichtet wurden, verkauft hat. Wie Reiter sagte, plane man die Herausgabe eines Fotobuchs, damit man auch „was zum Herzeigen“ habe. Und dann eben die Frage von Reiml, ob das Ehepaar Reiter das noch einmal so machen würde? Das sei schon auch körperlich sehr anstrengend gewesen, merkte Georg Reiter an. Und überhaupt sei Bauen in der Innenstadt aufgrund der Beengtheit ein schwieriges Unterfangen. Und deshalb ließ Reiter die Frage, ob er noch einmal solch ein Sanierungsprojekt in Angriff nehmen würde, unbeantwortet – Preise hin, Auszeichnungen her.

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