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„Das hier ist auch eine pädagogische Anlage“: (v. l.) die Montessori-Vorstände Yvonne Hänsgen und Alceste Kapfer-Avonda, Andreas Henze (BEG), Montessori-Aufsichtsrat Florian Fischer, Werner Hillebrand (BEG) und Maximilian Hambrunner vom beauftragten Installationsbüro bei der Einweihung der PV-Module. 

Photovoltaikanlage auf dem Dach eingeweiht

Freisings Montessori wird zu Solar-Schule – Eltern sollen zur Beteiligung motiviert werden

  • Manuel Eser
    vonManuel Eser
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Die Montessori-Schule in Freising hat jetzt eine Photovoltaikanlage. Sie ist nicht nur ein Beitrag zum Klimaschutz, sondern auch eine pädagogische Anlage. Finanziert wird das Ganze über Bürgerbeteiligung.

Freising – Die Montessori-Schule in Freising bezieht ab sofort ihren eigenen Solarstrom. Am Mittwoch weihten Vertreter des Vereins und der BEG, der Bürgerenergiegenossenschaft Freisinger Land, die PV-Anlage auf dem Dach der Schule ein, die ab sofort in Betrieb geht.

„Unser Beitrag zum Klimaschutz“

Die Entscheidung für die Anlage fiel bereits vor rund eineinhalb Jahren. Bei einer eigens einberufenen Versammlung stimmten die Mitglieder des Montessori-Vereins im Januar 2019 für das Projekt. „Wir machen das nicht, weil wir hier Geld sparen könnten“, betont Montessori-Vorstand Alceste Kapfer-Avonda. „Das ist unser Beitrag für den Klimaschutz.“

Ins selbe Horn stieß auch Aufsichtsrat Florian Fischer. „Montessori ist Vorbild und übernimmt Verantwortung“, sagte er. Photovoltaik sei hier aber nicht nur entstanden, um Strom zu produzieren. „Das hier ist auch eine pädagogische Anlage, die im Unterricht unserer Kinder vorkommen soll.“ Fischers Fazit: „Schön, dass wir an unserem tollen Gebäude immer noch etwas verbessern können.“

Eigentlich hätten die Schüler auch bereits den Bau der Anlage hautnah miterleben sollen. „Dann kam aber Corona dazwischen“, berichtete Alceste Kapfer-Avonda. „Den Bau verschieben wollten wir jedoch auch nicht.“ Zumindest der Sohn von Florian Fischer freut sich schon auf die neuen Module, wie der Aufsichtsrat berichtete. „Er findet Ökostrom super, weil wir die Sonne noch lange haben werden, und sie nicht der Umwelt schadet.“

BEG-Mitglieder können Anteile erwerben

Für den Eigenbedarf an Energie reiche die 100-kv-Anlage locker, wie Andreas Henze, Vorsitzender der BEG, erläuterte. „Damit kann die Schule mehr Strom produzieren, als sie jemals bezogen hat.“ Rund 100.000 Euro habe die Errichtung der PV-Module gekostet, berichtete er weiter. Finanziert werden soll die Anlage über eine Bürgerbeteiligung. Jeder, der Mitglied bei der BEG wird, kann Anteile erwerben und vom Zins profitieren. 1000 Euro kostet ein Anteil.

„Wir wollen Eltern motivieren, sich zu beteiligen“, betonte Henze. „Nicht wegen des Geldes, sondern damit sie sich dafür interessieren, was hier stattfindet.“ Da coronabedingt aber bis dato keine Bürgerbeteiligung erfolgen konnte, werde die Genossenschaft die Finanzierung stemmen, bis eine entsprechende Versammlung wieder erlaubt ist.

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