Es war ein musikalisches Gesamterlebnis, diese Hommage der Musikschule an die Beatles. Lehmann

Musikschule 

Geniale Hommage an die Beatles

Freising - So eine Band gab es nur einmal: die Beatles. Und so ein Projekt gibt es, da war sich Martin Keeser sicher, auch nur einmal: die Beatles-Show 2.0 der Musikschule Freising. Beide Shows waren am Wochenende in der Luitpoldhalle restlos ausverkauft. Glücklich also, wer eine Karte ergatterte hatte. Denn dann wusste er, dass der Musikschulleiter Recht hatte: So ein Projekt gibt es nur einmal.

„Penny Lane“ am Anfang, die berühmte „Abbey Road“ am Ende – die Beatles-Show der Musikschule versetzte nicht nur berühmte Straßen nach Freising (auch durch Filme und eine Slideshow auf der Leinwand), die Musiker, die da in großer Zahl auf der Bühne standen, brachten auch die Genialität und Komplexität der vier Pilzköpfe aus Liverpool in die Domstadt. Selbstverständlich gab es einige der ganz großen Nummern der Beatles zu hören – „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ – doch man hatte auch manch unbekannten Song mit im Gepäck. Außergewöhnlich auch: Das Projekt hat sich vor allem die letzte Platte der Beatles vorgenommen: die „Abbey Road“, jenes geniale Vermächtnis der Fab Four, das der Welt Songs wie „Something“, „Come together“ oder auch „Here comes the Sun“ beschert hat. Damit so ein einmaliges Projekt aber auch wirklich gelingt, damit es der Musik einer der größten Bands aller Zeiten auch gerecht wird, braucht man die richtigen Musiker. Und die standen auf der Bühne der Luitpoldhalle: Hänns Czernik, dessen Stimme vor allem den Paul McCartney-Stücken unfassbare Authentizität verlieh – man denke nur an sein „Yesterday“. Tom Appel, der das gesamte Beatles-Repertoire zwischen Rock und Schnulze perfekt beherrscht. Oder auch Chris Postl mit seinem markanten Gesang. Und Tobias Eschenbacher, der für „With a little Help from my Friends“ und „When I’m 64“ zu recht viel Applaus erhielt. Absolut authentisch auch die Band mit ihren Keyboards, mit Stephan Treutter an den Drums, mit Yvo Fischer am Bass und einem Vipo Maat, dessen Gitarrenkünste etwa bei „Here comes the Sun“ dem Original in nichts nachstanden. Und weil die Beatles-Songs ja gerade in der Endphase der Band immer komplexer wurden, brauchte es für die famose Beatles-Show 2.0 noch viel mehr: eine großartige Bläsersection, ein großes Streicherensemble, das die Klangteppiche ausrollte, Backgroundsänger und einen Chor. All das und noch viel mehr bot das Beatles-Projekt. Glücklich, wer so eine Musikschule mit solchen Ensembles, Lehrkräften und Schülern hat. Und glücklich,wer eine Karte ergattert hatte.

Andreas Beschorner

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