Clubs in der Corona-Krise
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Clubs und Diskotheken hat die Corona-Krise besonders hart getroffen. Symbolbild

Warten auf den großen Freudensprung

Freisings Nachtcafé-Wirt steht in den Startlöchern – doch der Re-Start ist noch nicht in Sicht

  • Helmut Hobmaier
    vonHelmut Hobmaier
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Freisings Nachtcafé-Betreiber Max Riemensperger steht in den Startlöchern. Doch wann Bars und Clubs wieder öffnen dürfen, steht nach wie vor in den Sternen.

Freising – „Das Lokal ist tiptop vorbereitet“, sagt Max Riemensperger. „Von mir aus könnte es losgehen.“ Könnte: Immer noch stehen nämlich beim Freisinger Nachtcafé die Zeichen nicht auf Neustart: Bars und Clubs ohne feste Sitzplatzzuweisung stehen beim Lockern so ziemlich am Ende der Reihe. „Das ist auch nachvollziehbar“, sagt Nachtcafé-Chef Riemensperger, „und eine Öffnung unter strengen Auflagen würde bei einem Lokal wie dem Nachtcafé auch keinen Sinn machen.“

„Vielleicht starten wir ja mit einer Ü40- oder Ü50-Party“

Trotzdem hofft der Gastronom, bald wieder loslegen zu können. Seine große Hoffnung ruht auf den Impfungen. „Zwar wird das bei den jungen Leuten noch etwas dauern“, sagt Riemensperger, „aber vielleicht starten wir ja mit einer Ü40- oder Ü50-Party.“ Mittelfristig aber könnte eine hohe Impfquote auch für ihn und das Nachtcafè die Rückkehr ins frühere Leben bedeuten – endlich.

Nach mehr als einem Jahr Zwangspause hat sich ein Teil seiner Mitarbeiter inzwischen anders orientieren müssen. Riemensperger hat auch dafür Verständnis: „Die Arbeit im Nachtcafé war für viele ein wichtiger Zusatzjob. Das war Geld, auf das sie nicht verzichten können. Deshalb arbeiten einige in anderen Bereichen.“ Ein Teil des Teams aber habe dem Nachtcafé die Treue gehalten und stehe für den Fall eines Neustarts bereit.

Wartet auf den Neuanfang: Max Riemensperger.

Riemensperger selbst hat die lange Zwangspause genutzt und mit Partnern eine neue Firma gegründet. „Wir sind in die Baubranche eingestiegen“, berichtet der Gastronom, „weil es da einen haufen Arbeit gibt.“ So legt Riemensperger mit seinen Mitarbeitern jetzt zum Beispiel Keller trocken anstatt den jungen Freisingern Cocktails bei cooler Musik zu servieren.

Letzteres wäre ihm allerdings lieber: „Wenn wir im Nachtcafè wieder die ersten Gäste begrüßen dürfen, mache ich einen riesigen Freudensprung.“

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