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Vor allem nachts ist das neue BRK-Zentrum an der Rotkreuzstraße ein echter Hingucker: Knallrot und illuminiert mit blauem Licht.

Davon profitieren alle Bürger

Roter Riese: Das neue BRK-Zentrum in Freising ist so gut wie fertig

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Bald kann das nagelneue Domizil des Freisinger BRK eingeweiht werden. Für BRK-Chef Albert Söhl wird ein Traum wahr: Der Neubau vereint alle Bereiche unter einem Dach.

Freising – Langgestreckt, dreigeschoßig und knallrot: Das nagelneue BRK-Domizil in Freising ist nicht zu übersehen. Nach gut eineinhalbjähriger Bauzeit wird der 7,8-Millionen-Komplex in wenigen Wochen in Funktion gesetzt. Dann hat die große Kreisstadt Freising ein hochmodernes und funktionelles Rotkreuz-Zentrum. Die gesamte BRK-Familie – vom Notarzt bis zur Seniorengruppe – findet auf den drei Etagen Platz. Das große Plus für alle Bürger: Die Leistungsfähigkeit der Lebensretter erhöht sich damit deutlich.

Das alte BRK-Zentrum war völlig marode

Uralte Leitungen, akute Raumnot und eine so kleine Garage, dass man nicht einmal um den Rettungswagen herumgehen konnte: Die alte, aus den 60er-Jahren stammende BRK-Zentrale war marode, ein Neubau überfällig. Am 7. Mai 2018 wurde der Grundstein gelegt, jetzt ist der „rote Riese“ an der Rotkreuzstraße fertiggestellt. Für BRK-Kreisgeschäftsführer Albert Söhl ist sein größter Wunsch in Erfüllung gegangen: „Ein topmoderner Bau, der die ganze BRK-Familie unter einem Dach vereint.“

Endlich genügend Platz haben die Einsatzfahrzeuge: Kreisgeschäftsführer Albert Söhl in der nagelneuen Garage im Erdgeschoß

Der Rettungsdienst parkt im Erdgeschoß

So findet sich im Erdgeschoß eine Parkgarage mit elf Stellplätzen für Rettungs- und Krankenwagen sowie Notarztfahrzeug. Soeben eingeräumt wurde, ebenfalls im Parterre, die Kleiderkammer mit gut erhaltener Gebrauchtkleidung für Bedürftige und sonstige Interessenten. Diesen „Kleiderladen“ hatte man während der Bauzeit ausgelagert. Weiter im EG: Essen auf Rädern samt Kühlzelle und Ofen. Von hier aus beliefert das BRK täglich 60 Kunden mit kalten und warmen Mahlzeiten. Eine Waschhalle, Desinfektionsräume und ein Materiallager runden die Einrichtungen in der Basis-Etage ab.

„Das ist eine echte Verbesserung“

Im ersten Obergeschoß ist die Verwaltung in drei Büroräumen untergebracht. Weiter gibt es dort drei Büros für die Ehrenamtlichen, einen Aufenthaltsraum, eine Küche, sechs Ruheräume und ein Zimmer für den Notarzt. „Das ist eine echte Verbesserung“, freut sich BRK-Kreisgeschäftsführer Albert Söhl: „Bisher war der Notarzt am Wochenende und nachts im Klinikum untergebracht, jetzt ist er bei uns, also direkt vor Ort.“ Auch ein großer Besprechungsraum sowie ein Schulungsraum (nicht zuletzt für die acht Auszubildenden) sind im ersten Stock zu finden, des weiteren Sozialräume wie Toiletten und Duschen sowie die Wäschekammer. Drei große, multifunktionale Lehrsäle mit mobilen Trennwänden erstrecken sich über den größten Teil der zweiten Etage. Hier können künftig auch das Seniorenturnen oder Tanzveranstaltungen stattfinden. Schließlich gibt es noch ein gemütliches Stüberl – und tief darunter eine Tiefgarage mit 30 Stellplätzen.

Vor wenigen Tagen erst eingeräumt wurde die Kleiderkammer. Hier findet sich gut erhaltene Gebrauchtkleidung.

 Tag der Offenen Tür erst nach der Wahl

Zu sehen ist das alles an einem Tag der Offenen Tür, der, ebenso wie die geplante Einweihungsweiher, allerdings erst im April – nach den Kommunalwahlen (15. März) – stattfinden soll. Söhl kündigte schon mal eine „große Sause“ an. Grund genug zum Feiern hat man in jedem Fall: Der Bau blieb weitgehend im Kostenrahmen, verlief unfallfrei und „ohne böse Überraschungen“, wie Söhl berichtet. Finanziell gestemmt hat der BRK-Kreisverband das Großprojekt ohne Zuschüsse, aber mit Krediten, die nun getilgt werden müssen: „Die Finanzierung steht, auch wenn wir da jetzt etwas rudern müssen“, sagt Söhl. Ohne die extrem niedrigen Kreditzinsen hätte man das neue BRK-zentrum nicht bauen können, stellt der BRK-Chef klar.

„Mittlerweile gefällt es uns sehr gut“

Auf Söhl und sein Team kommen jetzt arbeitsreiche Wochen zu: Ende Januar werden die Möbel geliefert, danach zieht man komplett ins das neue Gebäude ein. Dann beginnt für die Rotkreuzler im Landkreis eine neue Ära: Alle BRK-Mitarbeiter sind endlich unter einem großen, neuen Dach vereint. In einem Gebäude, das auf alle Fälle ein Hingucker ist: „Zunächst sind wir selbst etwas erschrocken, als wir das Rot sahen“, räumt Söhl ein. „Mittlerweile gefällt es uns aber sehr gut – und ich glaube, den meisten Freisingern auch.“

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