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Das Rollenspiel der „Rosenpfade“-Führung kam bei den Blumen-Fans gut an: Hier lädt gerade „Stadtbär-Gärtner“ Richard Brückl zu einer Schnupperprobe ein.

Neue Führung kommt gut an

Auf den Spuren der Rose

Der Rose wegen nach Freising kommen? Das ist für viele Freunde der majestätischen Blume seit vielen Jahren bereits guter Brauch. Beim diesjährigen Freisinger Rosentag erwartete die Besucher jedoch eine ganz besondere Premiere: die neue Stadtführung „Rosenpfade“ der Stadtbär GbR ließ die Symbolik der Rose in der Geschichte der Domstadt wieder aufleben.

Ganz ohne Regenschutz ging am Samstag gar nichts. Sogar die „Königin der Blumen“ schien ihre duftenden Blüten schützend über sich zu halten, als Stadtführerin Anna Laura de la Iglesia die vielen Rosenfreunde auf der Freisinger Roseninsel am Wörth willkommen hieß. Weniger die botanische Seite der Blume stand diesmal im Mittelpunkt der Führung. Aufgezeigt wurde vielmehr, welche Rolle die Rose in der Historie der Stadt gespielt hat. Sogar im Wappen des Landkreises sei die Rose vertreten, erläuterte Iglesia.

An der „Freitags-Weide“ an der Wörth-Moosach ging es vorbei bis zum früheren Freisinger „Seelenhaus“ an der Bahnhofstraße. Im Mittelalter hätten hier die Seelennonnen obdachlose Frauen gepflegt, wusste Iglesia. Vor der Freisinger Mariensäule erinnerte die Stadtführerin an die ganz eigene Rosensymbolik des Christentums. Das rote Blut Christi sei darin in Wechselbeziehung getreten mit der roten Rose. Und deshalb werde die Heilige Maria auch mit roten Rosen in Beziehung gebracht.

Freilich gab es bei der Führung auch ganz praktische Tipps: vom „Stadtbär-Gärtner“ Richard Brückl etwa, der zufällig gerade in der Innenstadt unterwegs war. Er ließ die Rosenfreunde an duftenden Rosenessenzen riechen und verwies auf biologische Schädlingsbekämpfung: die Rose müsse man einfach mit einem Sud aus Nikotin besprühen. Das Rollenspiel ergänzte Christina Metz, die sich als fingierte Apothekenhelferin unter die Zuhörer gemischt hatte. Sie erinnerte an die medizinische und entspannende Wirkung von Rosenwasser und -öl. Zum Schluss gab es noch Wissenswertes über die „schönste Rokoko-Fassade“ Bayerns am Ziererhaus zu erfahren: Die Stuck-Bilder über der Eingangstüre stünden als Sinnbild für die christlichen Werte „Glaube, Hoffnung, Liebe.“ Die Stadtführung wurde trotz der ungünstigsten Witterung gut angenommen. Eine gelungene Premiere für die „Rosenpfade“.

Maria Martin

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