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Landratsamt will Impfquote mit neuem Angebot verbessern - Klinikum verhängt erneutes Besuchsverbot

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Von: Manuel Eser

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Corona-Impfung
Um die Quote zu verbessern, will das Landratsamt Ungeimpften die Ängste nehmen. © Lino Mirgeler/dpa

Mit einem neuen Service will das Landratsamt die Impfquote verbessern. Derweil verhängt das Klinikum Freising aufgrund der Corona-Lage wieder ein Besuchsverbot.

Landkreis – 65,6 Prozent der Menschen in Bayern sind vollständig gegen Corona geimpft. Das heißt im Umkehrschluss, dass rund ein Drittel der Bevölkerung noch keine oder nur eine Injektion bekommen haben. Darunter sind freilich alle Kinder unter zwölf Jahren, für die es noch keinen zugelassenen Impfstoff gibt, und Personen, die aus diversen Gründen nicht geimpft werden können.

Für all jene aber, die einer Impfung gegen Covid-19 skeptisch oder ängstlich gegenüberstehen, möchte das Impfzentrum Freising nun eine Impfberatung anbieten.

Geht um Menschen, die von Ängsten verunsichert sind

„Es geht hauptsächlich darum, Menschen zu erreichen, die Zweifel bezüglich der Impfung haben und sich deshalb bisher nicht impfen haben lassen. Menschen, die keine Impfgegner sind, aber aufgrund von Ängsten und Bedenken verunsichert sind“, sagt Birgit Wahl, Ärztin im Impfzentrum Freising. Das seien zum Beispiel Menschen mit vielen Allergien und Unverträglichkeiten; Menschen, denen gesagt wurde: „Du kannst dich aufgrund deiner Situation auf keinen Fall impfen lassen“; Menschen, die Bedenken zu Schwangerschaft und Unfruchtbarkeit haben oder um Langzeitfolgen fürchten.

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„All diese Dinge können hier unabhängig, neutral und unter ärztlicher Schweigepflicht angesprochen werden“, so die Ärztin. Wichtig ist, dass es sich nur um eine Beratung handelt, und zwar gezielt außerhalb der Impfzeiten. Personen, die das Angebot in Anspruch nehmen wollen, werden an diesem Tag nicht geimpft.

Derzeit sind folgende Zeiten geplant, in der pro Person rund 30 Minuten Impfberatung angedacht sind: Freitag, 3. Dezember, 16 bis 18 Uhr, Donnerstag, 9. Dezember, 14 bis 16.30 Uhr, und Freitag, 17. Dezember, 16 bis 18 Uhr. Die Termine werden über das Callcenter, Tel. (0 81 61) 600-8 26 92, vergeben. Je nach Nachfrage werden weitere Termine angeboten. Interessierte Personen sollten bitte auch ihren Allergiepass oder alte Arztbriefe und Befunde mitbringen.

Corona-Entwicklung lässt Klinik handeln

Währenddessen hat das Klinikum Freising nun doch – wie bereits andere Krankenhäuser zuvor – ein Besuchsverbot erlassen, das bereits an diesem Donnerstag in Kraft tritt. „Das Risiko von SARS-CoV-2-Eintragungen in das Krankenhaus hat sich aufgrund der dramatischen Entwicklung der Pandemie erheblich verschärft“, teilt Kliniksprecher Sascha Alexander mit. „Zum Schutz unserer Patienten und Mitarbeiter sehen wir uns daher gezwungen, den Besuch des Klinikums ab 18. November bis auf Weiteres zu untersagen.“

Ausnahmen bleiben wie bei den vorangegangenen Corona-Wellen die Begleitung Sterbender, Besuche auf der Intensivstation und der Stroke Unit, die Begleitung bei der Geburt und der Besuch auf der Geburtsstation. „Grundsätzlich gilt auch hier, dass sich Besucher dieser Abteilungen vorab mit der Stationsleitung oder dem ärztlichen Personal absprechen. Diese entscheiden letztendlich, ob und wann ein Besuch möglich ist“, sagt Alexander.

Wer noch kommen darf, muss 2Gplus einhalten

Bereits in den vergangenen Tagen galt die 2G-Regel im Klinikum. Jetzt ist unabhängig vom Impf-/Genesen-Status auch zwingend ein negativer Testnachweis für jeden Besuch erforderlich. Alle Besucher müssen einen tagesaktuellen negativen Befund für einen PoC-Antigen-Schnelltest an der Einlasskontrolle vorzeigen.

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