Jahrzehntelang war hier das beliebte und bekannte Café Central beheimatet – jetzt öffnet mit dem „Freisinger Augustiner“ wieder ein Wirtshaus seine Pforten.
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Jahrzehntelang war hier das beliebte und bekannte Café Central beheimatet – jetzt öffnet mit dem „Freisinger Augustiner“ wieder ein Wirtshaus seine Pforten.

Lokal eröffnet Pforten im ehemaligen Café Central

Mitten in der Pandemie: Die Domstadt bekommt ein neues Wirtshaus

  • Andreas Beschorner
    vonAndreas Beschorner
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Starkes Zeichen: Mitten in der Pandemie bekommen die Freisinger ein neues Wirtshaus. Es eröffnet im ehemaligen Café Central.

Freising – Seit 2016 ist es einoffenes Geheimnis: Die Augustiner-Brauerei hat das Gebäude an der Oberen Hauptstraße 24 in Freising gekauft. Jetzt ist es so weit: Nach umfangreichen Umbau- und Sanierungsarbeiten wird der „Freisinger Augustiner“, wie die neue Wirtschaft heißen wird, demnächst eröffnen.

Damit kehrt die Braukunst in das Gemäuer zurück, das seit dem 19. Jahrhundert als Daurer-Bräu bekannt ist und in dem in den letzten Jahrzehnten das Café Central beheimatet war. Thomas und Louise Sattler sind das Wirtsehepaar, das dem Gebäude die Atmosphäre traditioneller bayerischer Wirtshauskultur verleihen will.

Schon 1529 war hier eine Brauerei beheimatet

Archivalien belegen die Nutzung des Anwesens als Brauerei seit 1529. Das Denkmal dürfte aus dem 17., vielleicht sogar aus dem Ende des 16. Jahrhunderts stammen. 1862 erwarb Michael Loibl von Geroldshausen das Anwesen, tauschte es dann mit Joseph Daurer, der Wirt im Ludwigsgarten, an der heutigen General-von-Nagel-Straße, war. Daurer eröffnete die Wirtschaft im November 1865. Die über 40-jährige Bewirtschaftung durch die Familie Daurer führte dazu, dass das Anwesen als „Daurer-Bräu“ bekannt ist.

Dieser Historie wird nun wieder Leben eingehaucht. Louise und Thomas Sattler sind die Pächter, beide verfügen über große und vielfältige Erfahrungen in der Gastronomie. Coronabedingt hatte sich nach der Baugenehmigung aus dem Jahr 2019 der Umbau und damit die Eröffnung des „Freisinger Augustiner“ etwas verzögert. Und coronabedingt wird man jetzt erst einmal mit Speisen zum Mitnehmen starten, wie die Sattlers sagen. „So können die Freisinger schon mal ein Geschmäckle unserer kulinarischen Ausrichtung bekommen.“ Groß ist die Hoffnung, dass es wegen des Impffortschritts in den kommenden Wochen und Monaten zu Lockerungen kommt, die dann einen „normalen“ Gastbetrieb ermöglichen.

Pächter freut sich auf umgestaltete Innenstadt

Vorfreude herrscht im „Freisinger Augustiner“ auch schon auf die Zeit, wenn die Bauarbeiten in der Oberen Hauptstraße zur Moosachöffnung abgeschlossen sind. Thomas Sattler ist sich sicher, dass sich das Warten lohnen und die umgestaltete Innenstadt „ein Schmuckstück“ werden wird.

Der „Freisinger Augustiner“ will dann dazu beitragen, dass dieser Teil der Altstadt mit Leben gefüllt wird. Das neue Wirtshaus nach den Plänen des Freisinger Architekturbüros Fiedler besteht aus zwei Gasträumen im Hauptgebäude: Da ist im Erdgeschoß die Schwemme mit 69 Sitzplätzen, quasi das Herz der Wirtschaft, und da ist im ersten Stock das Stüberl mit 74 Sitzplätzen. Im kleineren Teil des Gebäudes wird sich die Bar mit Platz für 42 Gäste befinden. Im Außenbereich könnten später einmal 140 Gäste Platz nehmen.

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