Die Weiterentwicklung der Pfarrei St. Peter und Paul war sein Lebenswerk: Geistlicher Rat Karlheinz Doll, der Freising im Jahr 2006 aus gesundheitlichen Gründen verließ.
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Die Weiterentwicklung der Pfarrei St. Peter und Paul war sein Lebenswerk: Geistlicher Rat Karlheinz Doll, der Freising im Jahr 2006 aus gesundheitlichen Gründen verließ.

Er starb im Alter von 79 Jahren

Ein Pfarrherr, den die Neustifter nie vergessen haben: Nachruf auf den Geistlichen Rat Karlheinz Doll

Der langjährige Pfarrer von St. Peter und Paul in Neustift, Karlheinz Doll, ist gestorben. Der 79-Jährige hatte die Freisinger Pfarrei 30 Jahre lang betreut.

Freising – Am vergangenen Mittwoch ist der langjährige Pfarrer von St. Peter und Paul in Freising-Neustift, Karlheinz Doll, an seinem Altersruhesitz in Taufkirchen bei München im Alter von 79 Jahren verstorben. Der beliebte Seelsorger hat 30 Jahre lang die Pfarrei St. Peter und Paul betreut – so lange wie kein Pfarrer vor ihm.

1976 wurde er zum Pfarrer von St. Peter und Paul bestellt

Zunächst hatte Karlheinz Doll in München Jura studiert und mit dem ersten juristischen Staatsexamen abgeschlossen. Anschließend wechselte er in das Studium der Theologie und wurde am Fest Peter und Paul im Jahr 1970 von Kardinal Döpfner im Freisinger Dom zum Priester geweiht.

Nach Kaplansjahren in Dachau und München wurde er im Jahre 1976 zum Pfarrer von St. Peter und Paul in Neustift bestellt. Mit großem Elan und offener Herzlichkeit begann er seine Tätigkeit in der Freisinger Vorstadtpfarrei und konnte schnell die Herzen der Pfarrangehörigen gewinnen. Er begründete ein offenes und konstruktives Miteinander mit den Gremien der Pfarrei, förderte die Mitwirkung von Firmhelfern und Kommunionmüttern und war hocherfreut über die vielen ehrenamtlich wirkenden Pfarrangehörigen.

In Neustift warteten vielfältige Aufgaben

Karlheinz Doll war ein großer Marienverehrer, dabei hat ihn die Botschaft von Fatima ganz besonders geprägt. Das Rosenkranzgebet in Neustift war ihm ein wichtiger Teil seines seelsorglichen Wirkens. Mit großem Nachdruck setzte er sich für das Lebensrecht von ungeborenen Kindern ein und vertrat seine Position dazu auch vehement in der Öffentlichkeit.

Daneben warteten in Neustift vielfältige Aufgaben auf den Pfarrherrn. Die damalige Restaurierung der Kirche musste zu Ende geführt werden, das Pfarrheim erfuhr eine Erweiterung, und zum 100-jährigen Bestehen der Pfarrei beschloss er zusammen mit der Kirchenverwaltung und dem Chorleiter Günther Lehrmann den Bau einer neuen Orgel durch den renommierten Orgelbauer Johannes Klais aus Bonn.

Nach 30 Jahren beendete er seine Tätigkeit in Freising

Mit viel Engagement führte er die von seinem Vorgänger Thomas Gobitz-Pfeifer begründete Förderung der Neustifter Kirchenmusik fort und konnte den Gottesdiensten damit einen festlichen Charakter verleihen.

Am 30. August 2006 beendete Karlheinz Doll – den Kardinal Wetter zum Geistlichen Rat ernannt hatte – nach 30 Jahren wegen seiner angegriffenen Gesundheit seine segensreiche Tätigkeit in der Pfarrei St. Peter und Paul. Er nahm seinen Wohnsitz in der Pfarrei St. Bonifaz in Haar, wo er im dortigen Pfarrverband die Seelsorger unterstützte. Seine letzten Jahre verbrachte er im Caritas-Altenheim in Taufkirchen bei München.

Josef Geißdörfer

Gedenken im Gebet

Am Mittwoch, 5. Mai, um 14 Uhr hält Weihbischof Bernhard Haßlberger in der Neustifter Pfarrkirche das Requiem für den Verstorbenen, anschließend wird Karlheinz Doll im Priestergrab am Neustifter Friedhof beigesetzt. An diesem Dienstag, 4. Mai, wird um 17.45 Uhr der Sterberosenkranz gebetet. Die Teilnahme ist in der gewohnten coronabedingten Begrenzung möglich.

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