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Eifrige Handwerker: Die Schüler des Sonderpädagogischen Förderzentrums Pulling fertigten die Kisten für den Wirschafft-Adventskalender. Eine andere Gruppe bestückte eine davon mit Upcycling-Produkten für die Weihnachtszeit.

Besonderes Angebot im Advent

„Made in Freising“ ist der Renner: Kreativplattform „Wirschafft“ fördert lokale Talente

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Die Freisinger Plattform „Wirschafft“ fördert lokale Künstler. Gerade wer noch Weihnachtsgeschenke sucht, ist mit den Produkten „made in Freising“ gut beraten.

Freising – Keramikschälchen in Sonnengelb oder Grasgrün, die Plastikschüsseln ersetzen. Lieblingshosen für Babys, aus bunten, ökologisch zertifizierten Stoffen. Winzig kleine Origami-Tierchen oder Kalender mit selbst gezeichneten Rezepten: Diese Kunstwerke müssen nicht aus der ganzen Welt nach Freising geschickt werden. Sie werden direkt in der Region hergestellt. Um die Unikate an den Mann – und die Frau – zu bringen, gibt es die „Wirschafft“. Die Freisingerin Melanie Spornraft hat diese Kreativplattform vor einigen Monaten gegründet. Jetzt, in der Vorweihnachtszeit, sind die Produkte „Made in Freising“ besonders beliebt.

Bunt und lecker: Stefanie Stark hat einen Wandkalender mit zwölf Rezepten gemalt.

„Das Konzept ist gemeinnützig, nicht kommerziell“

Angefangen hat alles mit zehn Holzkisten, die seit August bei Bücher Pustet hängen. Sie sind bestückt mit allerlei Dingen, die man in einer Buchhandlung eher weniger vermuten würde – sich aber erstaunlich gut in das Angebot einfügen. Um den ganzen Kreativen, die sich in der Zwischenzeit bei Spornraft gemeldet haben, die Möglichkeit zu geben, sich zu präsentieren, habe es schon zwei Wechsel gegeben, erzählt die Freisingerin, die als Biologin an der TU München arbeitet. „Das Konzept ist gemeinnützig, nicht kommerziell.“ Derzeit sucht sie an einer Lösung, damit künftig noch mehr Interessierte aus dem Landkreis und über dessen Grenzen hinaus mitmachen können. Wer eine gute Idee hat, könne sich gerne melden. Einen Pop-Up-Store könne sie sich vorstellen, auch über einen Online-Handel denke sie nach, eine Art „Ebay für Selbstgemachtes“, wie die 33-Jährige sagt.

Kreative Köpfe: Melanie Spornraft und SFZ-Lehrer Johannes Goerge.

„Made in Freising“ ist „total prägnant“

Dass das Konzept ankommt, habe sie schnell gemerkt. „Die Resonanz ist von allen Seiten sehr gut.“ Die Buchhandlung freue sich, die Kreativen seien zufrieden, und die Bevölkerung sei voll des Lobes. „Viele freuen sich über das alternative Angebot. Das ,Made in Freising’ ist total prägnant“, berichtet Sponraft. „Und sie finden es sehr gut, dass auch die Künstler vorgestellt werden.“ Eine „Win-Win-Win-Situation“ also.

Winzig und detailverliebt: Daniel Truong aus Freising faltet Origami für Anhänger und Bilderrahmen.

Wer hier kauft, unterstützt lokale Talente

Das ist das Besondere an dieser Regional-Initiative: Wer hier kauft, unterstützt lokale Talente. „Es geht um Wertschätzung für ein Produkt und den Kopf dahinter. Und es geht um bewussten Konsum – ohne Transportwege, ohne Verpackungsmüll und Plastik“, zählt Spornraft auf. Für den Advent hat sie sich – wie berichtet – etwas Besonderes einfallen lassen: Sie hat sich mit dem Lehrer Johannes Goerge vom Sonderpädagogischen Förderzentrum Pulling (SFZ) zusammengetan und eine Adventskalender-Aktion ins Leben gerufen. Derzeit stehen in 24 Freisinger Geschäften Holzkisten, die die Pullinger Schüler gefertigt haben. Enthalten sind die Werke von 24 Künstlern.

Die Lösung für alle, die noch Weihnachtsgeschenke suchen

Eine Kiste hat auch die SFZ-Firma „Upcycling“ bestückt, zum Beispiel mit Christbaumschmuck aus Kaffeekapseln. Wer noch auf der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk ist, wird hier bestimmt fündig – und unterstützt gleichzeitig lokale Künstler und den Einzelhandel in Freising.

Gut zu wissen

Infos finden sich im Internet unter der Adresse www.wirschafft.de.

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