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„Im tiefen Bewusstsein gewachsener Freundschaften“ trafen sich die Vertreter der Gemeinde Innichen und der Stadt Waidhofen/Ybbs zum bunten Partnerschaftsabend im Pavillon der Freisinger Musikschule. Hier galt es, auf zehn Jahre fester gemeinschaftlicher Bande zurückzublicken.

Besuch aus Italien und Österreich 

Paradebeispiele für ein lebendiges Miteinander: Freising feiert Partnerschaftsabend

Große Feier in Freising: Der Partnerschaftsabend in der Musikschule verdeutlichte laut Oberbürgermeister Eschenbacher einmal mehr, wie wichtig internationale Freundschaften für ein vereintes Europa seien.

Freising – „Das ist gelebte Völkerverständigung, das ist gelebtes vereintes Europa – und wir sind stolz darauf“, beschrieb Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher die Partnerschaft Freisings mit der italienischen Marktgemeinde Innichen und der österreichischen Stadt Waidhofen/ Ybbs. Zehn Jahre und einen Tag ist es nun her, dass die Bürgermeister seinerzeit die Partnerschaftsurkunden unterzeichnet haben. Die aktuellen Rathaus-Chefs aber führen die unterzeichnete Tradition mit dem gleichen Engagement fort, wie es ihnen ihre Vorgänger an die Hand gegeben haben. Sei es im Rahmen von Schulprojekten und Sportturnieren, bei denen laut dem Waidhofener Bürgermeister Werner Krammer „die Deutschen sowieso immer besser sind als die Österreicher“, oder auch in Stunden der Not: So wie Ende Oktober bei der Hochwasserkatastrophe von Innichen, bei der ohne zu zögern die Freisinger Feuerwehr zur Unterstützung angereist war (wir berichteten): Die Partnerkommunen seien ein Paradebeispiel für ein lebendiges Miteinander.

Für die „Rettung in der Not“ dankte Bürgermeisterin Rosmarie Burgmann aus Innichen, auch nochmals explizit: „Die 23 Feuerwehreinsatzkräfte halfen tatkräftig mit, als wir von den Unwetterschäden übermannt wurden. Diese uneingeschränkte Solidarität hat uns sehr bewegt. Danke Freising!“

Neben den sehr persönlichen Ereignissen, die die drei Städte verbindet, zeigte sich während der Reden der Stadtoberhäupter jedoch ein Punkt, in dem sie sich besonders einig sind: Städtepartnerschaften seien ein Weg, Europa miteinander zu verknüpfen. Der persönliche Kontakt, das Kennenlernen seiner Nachbarn und ein lebendiges Miteinander seien die kleine Form von dem, was in ganz Europa gelten sollte. Denn: „Europa sind wir alle!“, fasste Rosmarie Burgmann die Kernaussage der Reden zusammen. Auch beim Hauptziel der zukünftigen Zusammenarbeit stimmten Krammer und Burgmann ihrem Kollegen Eschenbacher zu: „Die Begegnungen zwischen Jugendlichen aus Freising und Innichen, sowie aus Freising und Waidhofen, sollen im Mittelpunkt stehen, wenn es darum geht, die Verständigung, Achtung und wahre Freundschaft zwischen den Menschen unserer Orte im Geiste der europäischen Einigung zu verankern“, verkündeten sie am Ende seiner Rede.

Freuen sich über die festen Bande zwischen ihren Städten: Alt-OB Dieter Thalhammer, Altbürgermeister Josef Passler (Innichen), Kulturreferent Hubert Hierl, Bürgermeister Werner Krammer (Waidhofen), Bürgermeisterin Rosmarie Burgmann (Innichen) und OB Tobias Eschenbacher. 

Um den Abend nicht nur kulinarisch, sondern auch kulturell zu begleiten, hatten beide Kommunen etwas mitgebracht: Die Innichner Volkstanzgruppe sowie die Band „Ybbs Valley Brass“ gaben der festlichen und emotionalen Zusammenkunft den passenden Rahmen. Der Wunsch des Freisinger OB auf einen Abend „im tiefen Bewusstsein gewachsener Freundschaften“ ist wohl in Erfüllung gegangen. Pascale Fuchs

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