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Sie haben sich verdient gemacht um die Partnerschaften: Hauptamtsleiter Ruper Widmann, Siegfried Krainer (Altbürgermeister Obervölz), Günther Bischof (Vizebürgermeister), OB Tobias Eschenbacher, Andreas Huber (Diözesanrat) und Kulturreferent Hubert Hierl (v. l. ). 

Weihbischof Bernhard Haßlberger

Partnerschaft ist auch ein Zeichen gegen Rechts

Freising - Zu Ehren der Partnerstädte lud die Stadt Freising am Vorabend des Korbinianfests in die Aula des Domgymnasiums.Dabei gab es eine Reihe von Persönlichkeiten zu ehren, die sich um die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Partnerstädten und anderen Orten aus dem ehemaligen Hochstift Freising besonders verdient gemacht haben.

Ein schmissiger Marsch, gespielt vom Jugendblasorchester Obervölz, begrüßte die zahlreichen Gäste, die am Freitag Abend nach der Lichterprozession und dem ökumenischen Vespergottesdienst im Mariendom zu einem gemeinsamen Abendessen mit anschließendem geselligen Zusammensein in der Aula des Domgymnasiums zusammen gekommen waren. Eigentlich sei der Abend eine willkommene Gelegenheit, seine Sprachkenntnisse wieder aufzufrischen, scherzte Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher in seinem Grußwort.

Delegationen aus den Freisinger Partnerstädten Arpajon (Frankreich), Innichen (Südtirol), Waidhofen, Obervellach und Maria Wörth (alle Österreich) und Skofja Loka (Slowenien) sowie Freunde aus dem nordfranzösischen Evry sowie der Kirchenchor aus Assling (Südtirol) saßen gut gelaunt an den langen, festlich geschmückten Tischreihen. Sogar Gäste aus Ecuador hatten sich heuer eingefunden. Seit vielen Jahren pflegt die Erzdiözese München-Freising eine Partnerschaft zu dem südamerikanischen Staat.

Zu einer „zutiefst menschliche Sache“ – dem gemeinsamen Feiern – habe man sich an diesem Abend zusammen gefunden, betonte Weihbischof Bernhard Haßlberger. Doch aus aus politischer Sicht, sei es wichtig, dass man zusammen komme. In einer Zeit, in der in Europa rechtsgerichtete Tendenzen stärker würden, könne man durch die freundschaftlichen Beziehungen zeigen, dass man zusammen gehöre, menschlich verbunden sei und einen gemeinsamen Weg gehe. „Einen Weg im christlichen Geist und im Respekt voreinander“, sagte Haßlberger.

Der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins, Alt-OB Dieter Thalhammer wies darauf, hin, dass die Austauschbesuche in die Partnerstädte immer beliebter würden. „Mittlerweile müssen wir schon Wartelisten anlegen.“ Johann Schmidhofer, Bürgermeister aus Obervölz, der kleinsten Stadt der Steiermark (1000 Einwohner), bewies Humor: Das „pulsierende Leben“ an Autobahn und Flughafen habe sie schon fasziniert: „Wir (Obervölzer, Anm. d. Red.) leben abgeschieden, aber doch zufrieden. Das Verbindende zwischen Freising und Obervölz sei das hohe kulturelle Niveau. Dies wurde vor allem durch den musikalischen Beitrag des „Perstl-Viergesang“ deutlich, die den Abend mit Liedern bereicherten, die dem Publikum zu Herzen gingen.

Die Partnerschaftsmedaille in Bronze erhielten der Altbürgermeister der Stadt Obervölz, Siegfried Krainer, Vizebürgermeister Günther Bischof und Andreas Huber vom Diözesanrat.

Ganz besonders viel Beifall gab es für die Ehrung von Hauptamtsleiter Rupert Widmann, der bei der Pflege der Partnerschaften viel mehr als nur ein Ansprechpartner sei. Widmann sei ein leidenschaftlicher Ideengeber und Gestalter, der die Partnerschaftsabende stets zuverlässig vorbereite, betonten Eschenbacher und Thalhammer. 

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