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Seine Ölbilder nimmt er mit: Dr. Reinhold Pötsch (66, rechts) präsentierte jetzt mit Dr. Mark Bardenheuer (52) einen „idealen Nachfolger“.

Dr. Reinhold Pötsch geht in den Ruhestand

Pinsel statt Skalpell

Freising - Dr. Reinhold Pötsch legt am 1. Oktober das Skalpell beiseite und verlässt die von ihm gegründete Chirurgische Gemeinschaftspraxis in der Gute-Änger-Straße 15. In Dr. Mark Bardenheuer (52) habe er den idealen Nachfolger gefunden, ist sich der scheidende Chirurg sicher.

Es war ein nicht alltäglicher Schritt, damals, 1993. Reinhold Pötsch verließ den sicheren Arbeitsplatz unter seinem Chef Dr. Max Dannegger im Klinikum Freising und sprang ins kalte Wasser der Selbstständigkeit. Das Wagnis, das Pötsch gemeinsam mit seiner Kollegin Dr. Anneliese Lengl einging, habe sich aber auf der ganzen Linie gelohnt, sagt der Arzt im Rückblick auf die vergangenen 23 Jahre.

 Als Anneliese Lengl 2011 in den Ruhestand ging, trat für sie Dr. Rita Peller in die Praxis ein, Spezialistin für Schilddrüsen- und Leistenbruchchirurgie, Krampfadern und Enddarmerkankungen. Mit der Kollegin habe er zwei Jahre lang den Nachfolger für sich gesucht, sagt Pötsch. In Dr. Mark Bardenheuer wurde schließlich der Richtige gefunden. Der ursprünglich aus dem Ruhrpott stammende Arzt hat sich mit der bayerischen Lebensart gut vertraut machen können. Elf Jahre wirkt er nämlich schon am Städtischen Klinikum in Landshut – und mit 52 Jahren suchte der Leitende Oberarzt eine neue Herausforderung. In Freising hat er „genau das Angebot gefunden“, das er gesucht habe.

Bardenheuer ist nicht nur Chirurg, wie Dr. Pötsch betont. Der Kollege beherrsche auch die Orthopädie und sei zudem diplomierter Gesundheitsökonom. Eine nicht zu unterschätzende Qualifikation in einem Betrieb, der zehn Angestellte beschäftigt und in dem Leitungskompetenz angesagt ist.

Für den scheidenden Reinhold Pötsch beginnt zwar mit 66 Jahren nicht das Leben neu, aber es gibt ihm mehr Raum für seine Hobbys Kochen, Malen, Reisen, seinen Garten und für seine Rolle als Opa. Verlassen wird er die Praxis mit dem guten Gefühl, ein wohlbestelltes Haus zu hinterlassen. Und er nimmt die zahlreichen Öl-Bilder mit, die er selber gemalt hat und die den Praxisräumen eine besondere Atmosphäre gegeben haben. Dafür wird zunächst zu Hause im Keller ein Depot eingerichtet. Seinem Nachfolger Mark Bardenheuer wünscht der angehende Pensionist „für mich und für ihn“, dass die Patienten aus Freising und Umgebung das Vertrauen, das sie ihm entgegengebracht haben, auch auf Dr. Mark Bardenheuer übertragen. 

Der hat sich bereits in den vergangenen neun Monaten mit der Praxis vertraut machen und bei den Patienten vorstellen können. Die neue Umgebung wird der Pötsch-Nachfolger sicher auch bald erkundet haben: In seiner Garage stehen drei Motorräder, allesamt mit Beiwagen, die für gemütliche Ausfahrten startklar sind.

Heinz Mettig

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