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Debatte im kleinen Kreis: Der „Treffpunkt Ehrenamt“, eine Initiative des Amtes für soziale Fragen der Stadt Freising, hatte ins Josef-Hofmiller-Gymnasium zu einer Podiumsdiskussion mit dem Thema „Engagement macht stark“ geladen. Die Veranstaltung stieß allerdings auf geringe Resonanz. Es diskutierten (v. l. ) Sonami Adhikari (Camerloher-Gymnasium), Moderator Sebastian Wanzke, Johanna Rauch (Jugendfeuerwehr Freising), Tobias Friedl (Hochschule), Kreishandwerksmeister Martin Reiter und Rainer Naujokat (Sparkasse Freising). 

Podiumsdiskussion zum Thema „Engagement macht stark“

Wenig Publikum, aber viel Zuspruch

Was macht das Ehrenamt aus? Was hat es jungen Menschen zu bieten? Fragen, die man sich bei einer Podiumsdiskussion am Josef-Hofmiller-Gymnasium stellte. Schade nur, dass die Debatte vor sehr spärlichem Publikum über die Bühne ging. Die Diskussion fand in kleinem Kreise statt.

Freising– Moderator Sebastian Wanzke machte aus der Not eine Tugend. „Wir bilden einen Sitzkreis“, lautete die Botschaft an das knapp zwei Dutzend Zuhörer zählende Publikum in der großen Schulaula des Josef-Hofmiller-Gymnasiums. Die Organisatoren, allen voran Johanna Sticksel vom „Treffpunkt Ehrenamt“, hatten sich zugegebenermaßen wesentlich mehr erhofft. Ungeachtet dessen gestaltete sich die Debatte durchaus interessant und intensiv.

Die wenigen jungen Leute, die gekommen waren, konnten durchaus etwas mitnehmen. Zum Beispiel die Erkenntnis, dass es Sinn macht, wenn sich Jugendliche ehrenamtlich engagieren. Weil sie damit sich und andere stärken, weil sie sich Sozialkompetenz aneignen.

„Zu wenig junge Menschen wissen, was es für Möglichkeiten gibt, sich einzubringen und Einfluss zu nehmen“, sagte Sticksel über die Beweggründe für die derzeit stattfindende „Aktionswoche Ehrenamt“.

Am Beispiel Jugendfeuerwehr gab Wanzke indes gleich einmal die Richtung vor. „Großartig, wenn man das in so frühen Jahren schon macht“, fand er. Im Laufe der Debatte fielen dazu Stichworte wie Empathie, Verantwortung, Konfliktmanagement oder Selbstbewusstsein. Johanna Rauch, Betreuerin einer Jugendgruppe bei der Freiwilligen Feuerwehr, erklärte, die Kinder ließen sich schnell begeistern, sie würden viel lernen – sowohl in technischer hinsicht als auch in Sachen Sozialkompetenz.

Darüber war man sich schnell einig im Kreis der Diskutanten. Zu denen zählten Kreishandwerksmeister Martin Reiter, Tobias Friedl vom „Career Center“ an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, Rainer Naujokat von der Sparkasse in Freising und die Camerloher-Schülerin Sonami Adhikari.

Der Tenor lautete: Wer in jungen Jahren schon Verantwortung übernimmt, der hat es leichter, sich im Leben und in der Arbeitswelt zurechtzufinden. Das Engagement in Vereinen und Verbänden sei auch ein Pluspunkt bei Bewerbungen und Einstellungsgesprächen, hieß es.

Mit das beste Argument, bereits in jungen Jahren ehrenamtlich tätig zu werden, lieferte die aus Nepal stammende Sonami Adhikari. Die Camerloher-Schülerin, die eine Hilfsaktion für Erdbebenopfer in ihrer Heimat ins Leben gerufen hat und sich für die Integration von Flüchtlingen einsetzt, erklärte, dass ihr das sehr viel gebracht habe. Sie habe dadurch viele Kontakte geknüpft, die Kultur kennengelernt, besser Deutsch gelernt. „Irgendwann habe ich angefangen, mich selbst deutsch zu fühlen“, sagte Adhikari.

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