Sachsens Ministerpräsident Tillich tritt zurück

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So sehen Sieger aus: Friedrich Herrmann ist der neue Freisinger Poetry.Slam-Champion.Glixner

Lindenkeller

Spaß total beim Poetry Slam

Freising - Sie kamen in Scharen den Lindenkeller hinaufgepilgert – und die Vorfreude stand ihnen ins Gesicht geschrieben: Rund 300 Zuschauer erlebten am Mittwochabend den ersten Freisinger Poetry Slam nach der Sommerpause – ein Spaßabend erster Güte.

Eine Bühne, ein Mikrofon und 300 Augenpaare, die einen erwartungsvoll ansehen: So erging es beim gestrigen Poetry Slam den acht Künstlern, die gegeneinander antraten. Die Regeln des Poetry Slams sind einfach: Vorgetragen werden nur selbst verfasste Texte. Weder Gesang noch Hilfsmittel sind erlaubt. Das Zeitlimit liegt bei fünf Minuten. Am Ende entscheidet der Applaus des Publikums über Gewinner und Verlierer. Nicht ganz so einfach war jedoch die Umsetzung, denn die Konkurrenz war stark. Viele Dichter kamen aus anderen Bundesländern angereist, sind in ihrer Heimat bereits Gewinner von Slam-Wettbewerben und hatten alle nur ein Ziel: Das Freisinger Publikum von ihrem Vortrag zu überzeugen. Von Rap über Epik, von komisch über tragisch – es war alles geboten. In der ersten Runde traten der Münchner Rapper Bushbayer gegen den Thüringer Slam-Champion Friedrich Herrmann aus Jena, Rapper Jonathan Dichter und Lydia aus München an. Der Satz „Sich das erste Mal in warmen Windeln winden“ war Teil des Textes, mit dem Friedrich Herrmann als Sieger der ersten Runde hervorging. Im zweiten Durchgang ging es dann um die Qualen, die ein Griesgram erleidet, wenn die ganze Welt von Frühlingsgefühlen angesteckt ist. Und um die Qualen, die ein Student erleidet, der lieber schlafen möchte als in die Disco zu gehen. Auch hier hielten sich die Zuschauer vor Lachen die Bäuche. „Drinnen wummert der Bass, draußen mein Schädel.“ – damit gewann Felix Bartsch aus Bonn die zweite Runde. Seine Mitstreiter waren der Münchner Dave Appleson, Juston Busse aus Berlin und Victoria Helene Bergemann aus Hamburg. Ko Bylansky und Tobi Wan Sinn, beide alte Hasen in der Poetry-Slam-Szene, führten das begeisterte Publikum durch den Abend. Ersterer organisiert den Freising Poetry Slam bereits seit 2009. Aus der Finalrunde ging schließlich Friedrich Herrmann mit einem lustigen Text in sächsischer Mundart als Sieger hervor. Doch es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen ihm und seinem „Gegner“ Felix Bartsch. Mit Pfiffen, Jubelrufen und tosendem Applaus verabschiedeten sich die Besucher von den acht Dichtern: Jeder hatte für beste Unterhaltung gesorgt. Die Veranstalter freuen sich, wenn sich für den nächsten Termin am Mittwoch, 23. November, auch wieder Freisinger Dichter finden.

Victoria Stettner

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