Ein Heimspiel hatte die Kinderkantorei des Freisinger Domchors unter Leitung von Angelika Sutor – hier beim Freiluft-Konzert am Roider-Jackl-Brunnen. Gleixner

Pueri Cantori

Ganz Freising ein Konzertsaal

Freising - Der Verband heißt Pueri Cantores. Rund 750 solcher singenden Kinder machten am Samstag das Freisinger Stadtbild bunt und die Stadt zu einem großen Konzertsaal mit mehreren Spielstätten. Der Diözesanverband Pueri Cantores hatte an diesem Tag erstmals in Freising so ein Treffen von Kinder- und Jugendchören aus allen Teilen der Diözese organisiert.

Nach den gemeinsamen Proben in St. Georg bevölkerte der singende Nachwuchs zunächst einmal das Areal rund um die Pfarrkirche, sorgte für großes Gewusel und fröhliche Stimmung. Zur Orientierung hielten Helfer brav Täfelchen hoch, unter denen sich die Chöre und Sänger versammelten. Schließlich waren die jungen Chormitglieder nicht nur für Workshops nach Freising gekommen, sondern vor allem auch, um Konzerte an ganz verschiedenen Spielstätten zu geben. Ab 11 Uhr schwärmten also die Jugendlichen aus, pilgerten bereits singend durch das Stadtgebiet (ein Chor pfiff und trällerte fröhlich den Ohrwurm „Always look on the bright side of life“ aus Monty Pythons „Life of Brian“), und erfreuten dann die Zuhörer in diversen Kirchen und an anderen Spielorten: Die Friedhofskirche, die Krankenhauskapelle oder auch die Heilig-Geist-Kirche waren Spielstätten, aber auch das Landratsamt und das Asamgebäude wurden zu Konzertsälen, dazu das Seniorenheim an der Rotkreuzstraße oder auch die Sparkasse – kein Platz, an dem die Jugendchöre nicht ihr Können unter Beweis stellten. Um das Gemeinschaftsgefühl der singenden Kinder zu stärken – so das Anliegen von Pueri Cantores –, versammelte man sich nach den Konzerten zu den nächsten Proben: Da bevölkerte der singende Nachwuchs den Dom für die Proben zum großen Abendgottesdienst mit Weihbischof Bernhard Haßlberger – dort also, wo die Kinderkantorei des Freisinger Domchors ein echtes Heimspiel hatte.

Andreas Beschorner

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