Vor der Abfahrt nach München: Bürgermeisterin Birgit Mooser-Niefanger, (2. v. l.) , Martina Mayer (dahinter, Tourismusbeauftragte des Landkreises Freising) sowie Dominik Fuchs (r.), der Mobilitätsmanager der Stadt Freising.
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Vor der Abfahrt nach München: Bürgermeisterin Birgit Mooser-Niefanger, (2. v. l.) , Martina Mayer (dahinter, Tourismusbeauftragte des Landkreises Freising) sowie Dominik Fuchs (r.), der Mobilitätsmanager der Stadt Freising.

„Bewegung im Kopf“

Freisinger Radler machen sich auf den Weg nach München - mit einem klaren Ziel

Eine Fahrradtruppe aus Freising hat sich auf den Weg nach München gemacht. Ihr Ziel ist eine spezielle Messe.

Freising – Zum ersten Mal beschäftigt sich die Internationale Automobilausstellung (IAA) in München auch mit der Frage: Wie schaut die Mobilität unserer Zukunft aus? Pünktlich zum Messe-Start am Montag haben sich deshalb eine Fahrradtruppe mit Experten aus Freising auf den Weg nach München gemacht, um sich vor Ort dem Thema „What will move us next“ zu widmen.

Insgesamt machen sich drei unterschiedliche Delegationen aus dem Umland auf den Weg zur IAA, die Stadt und der Landkreis Freising wurden diesbezüglich auf den Themenschwerpunkt „Urban“ festgelegt. Warum? Gerade der Bahnhof Freising sei laut Stadt-Mobilitätsmanager Dominik Fuchs ein gutes Beispiel dafür, wie eine moderne Mobilitätsdrehscheibe funktionieren kann. Gerade die innovative Doppelstock-Fahrradparkanlage, die von der Bahn, Bund und Land geschultert wurde, würde einen hervorragenden „Pull-Faktor“ schaffen, um mehr Menschen zur Anfahrt mit dem Fahrrad zu bewegen.

Fahrradständer am Park and Ride-Parkplatz sind ein Ärgernis

Konträr dagegen sieht Fuchs jene Fahrradständer-Anlage, die sich am großräumigen Park and Ride-Parkplatz Richtung Lerchenfeld eher aus der Zeit gefallen präsentiert. Die Fahrradständer seien längst in die Jahre gekommen und bedürfen einer dringenden Neugestaltung. Überhaupt müsse seiner Meinung nach so ein großer und vor allem kostenloser Parkplatz überdacht und überplant werden – vor allem weil laut Umfragen ein großer Anteil der Nutzer nur sehr kurze Anfahrtswege hätten.

Aber auch die Stadtbusse haben hier ein massives Problem: keine Parkzonen, das Ein- und Aussteigen werde oftmals zu einer überaus heiklen Situation. Doch was tun? Eine kurzfristige Lösung gibt es: Im Ausfahrtsbereich sollen Parkplätze reduziert werden, dafür soll ausreichend Platz für Busse und Fahrräder geschaffen werden. Denn der Bedarf nach anderen Mobilitätsformen sei gegeben, das bestätigte auch die Tourismus-Referentin vom Landkreis Martina Mayer. Das beste Beispiel dafür sei der neu installierte Freizeitbus, mit dem günstig an Wochenenden und Feiertagen das Umland erkundet werden kann. Ausflügler könnten ohne Probleme ihre Fahrräder mitnehmen, so dass ganz neue Mobilitätsschleifen entstehen können. Heißt: Mit dem Bus beispielsweise nach Kelheim und mit dem Drahtesel auf einem der Fahrradwege nach Hause fahren.

Bürgermeisterin: „Stadt engagiert sich enorm“

Für Bürgermeisterin Birgit Mooser-Niefanger sind gerade solche Prozesse fundamental, denn sie setzen auch eine „Bewegung im Kopf“ frei. Die Stadt, so Mooser-Niefanger, engagiere sich beim Thema neue Mobilitätsformen in einem enormen Maß, wenngleich das für einige nicht genug sei –aber auch das sei immer wieder ein weiterer Ansporn. (Roland Lorenz)

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