Hubert Böck vom BRK erläutert den Impfplan: Regierungsvizepräsidentin Sabine Kahle-Sander, Landrat Helmut Petz, Regierungspräsidentin Maria Els und Heinrich Maerkl von den Johannitern (v. r.) sind ganz Ohr.
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Hubert Böck vom BRK erläutert den Impfplan: Regierungsvizepräsidentin Sabine Kahle-Sander, Landrat Helmut Petz, Regierungspräsidentin Maria Els und Heinrich Maerkl von den Johannitern (v. r.) sind ganz Ohr.

Begeisterung über Infrastruktur

Regierungspräsidentin besucht Freisinger Impfzentrum - Dickes Lob für „Riesen-Service“ bei der Anmeldung

Regierungspräsidentin Maria Els und Vizepräsidentin Sabine Kahle-Sander haben das Impfzentrum Freising besichtigen - und waren voll des Lobes.

Freising – „Geht’s Ihnen gut?“ Maria Els wirft einen kurzen Blick in den Warteraum, in dem einige Senioren sitzen und warten, bis sie nach der Corona-Impfung nach Hause gehen dürfen. „Gut geht’s“, schallt es zurück. Es herrscht Hochbetrieb, als Regierungspräsidentin Els und Vizepräsidentin Sabine Kahle-Sander das Impfzentrum Freising besichtigen. „Ich freue mich, dass Sie uns besuchen. „Das ist eine Art Wertschätzung für unsere Arbeit“, betonte Landrat Helmut Petz, der sie mit den Verantwortlichen des Impfzentrums von BRK und Johannitern begrüßte.

Verständnis für Ärger über zögerliche Impfstoff-Lieferung

„Es war meine Sorge, dass wir kommen, und es ist keiner da“, sagte Maria Els. „Bis vor zwei Tagen hat es noch so ausgesehen“, entgegnete BRK-Rettungsdienstleiter Hubert Böck. „Aber dann haben wir noch kurzfristig Impfstoff bekommen.“ Dass es derzeit zu Engpässen bei der Lieferung komme, bedauerte Els: „Ich verstehe, dass es unbefriedigend ist, wenn geplante Termine wieder abgesagt werden müssen, weil sich die Impfstofflieferung verzögert.“ Das sorge natürlich für Ärger und Enttäuschung bei den Betroffenen. „Dieses Problem hatten wir glücklicherweise nicht“, sagte BRK-Kreisgeschäftsführer Albert Söhl. Denn in der vergangenen Woche habe man in Freising hauptsächlich Zweitimpfungen eingeplant gehabt, wofür Impfstoff zurückgelegt worden sei. Dennoch wäre hier „mehr Kontinuität wünschenswert“, so Els.

Von der Infrastruktur, die in Freising entstanden ist, war die Regierungspräsidentin begeistert. Bis zum 15. Dezember ein Impfzentrum zu errichten, sei durchaus eine „sportliche Aufgabe“ gewesen, so Els. „Es ist beeindruckend, was Sie hier in so kurzer Zeit aus dem Boden gestampft haben.“ Es sei ein Glücksfall für den Landkreis Freising, auf ein Objekt wie die ehemalige Steinkaserne zugreifen zu können. „Das ist sicher ein wesentlicher Vorteil gegenüber Container- oder Zeltlösungen.“

Zweite Impfdosis für Bewohner und Personal der Seniorenheime

Hubert Böck erläuterte den Gästen bei einer kurzen Führung den Ablauf im Impfzentrum – von der Anmeldung über das Arztgespräch, die eigentliche Injektion bis hin zum Warteraum, in dem die Patienten noch wegen möglicher Impfreaktionen beobachtet werden. Wichtig war den Verantwortlichen, den Freisinger Weg der Impf-Anmeldung zu erklären. Rund 5000 bis 6000 Briefe und E-Mails habe man erhalten, deren Absender nun nach und nach terminiert würden, berichtete Böck. Bewusst habe man sich gegen eine Telefon-Hotline entschieden. „Wir rufen die Leute an und geben ihnen den Termin durch. Das heißt, sie hängen nicht stundenlang in einer Warteschleife.“ Els zeigte sich beeindruckt: „Das ist ja ein Riesen-Service.“

Derzeit erhalten die Bewohner und Mitarbeiter in den Senioren- und Pflegeheimen ihre zweite Impfdosis. Läuft alles nach Plan, ist das Ende dieser Woche erledigt. „Damit haben Sie das Ziel, Mitte Februar in allen Seniorenheimen zweimal geimpft zu haben, ja locker erreicht“, freute sich die Regierungspräsidentin.

Großes Lob geht an die Hilfsorganisationen

„Man muss den Hilfsorganisationen ein großes Lob aussprechen“, betonte Landrat Petz. „Hier arbeiten alle Hand in Hand, um das Ziel zu erreichen, das Virus zu besiegen.“ Dazu zählten auch die niedergelassenen Ärzte, von denen sich bei der Besetzung der ärztlichen Stellen im Impfzentrum sehr viele spontan zur Verfügung gestellt hätten und die auch weiterhin tatkräftig mithelfen würden – etwa bei der Durchführung von Reihentestungen.

Sobald ein Impfstoff zur Verfügung steht, der transportabel ist, sollen die Hausärzte, wenn möglich auch in ihren Praxen impfen. Das könnte das Impftempo im Landkreis deutlich beschleunigen. Dazu beitragen wird auch, wenn im Impfzentrum noch mehr Platz für Impfwillige geschaffen wurde. Aktuell wird der erste Stock des Gebäudes umgebaut, dort entstehen Räume für die Verwaltung und das Personal. „Dann haben wir unten mehr Platz und können noch mehr Menschen impfen“, sagte Böck. Die Voraussetzung: genügend Impfstoff. ft

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