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Das große Sportschwimmbecken ist bereits zu Testzwecken mit Wasser gefüllt. 

Richtfest für das neue Hallenbad

Der weiße Dampfer nimmt Gestalt an

Von Freibad-Wetter war man denkbar weit entfernt. Und das war gut so. Denn die Witterung bewies, wie wichtig ein Kombibad für Freising ist. In Lerchenfeld wurde gestern Richtfest für das neue Hallenbad gefeiert.

Freising – Dass es einmal „der weiße Dampfer von Lerchenfeld“ werden soll, wie man den im Sommer 2013 zum Sieger gekürten Hallenbad-Entwurf einmal genannt hat, kann man derzeit nur erahnen. Denn was da am Rabenweg in die Höhe wächst, hat zwar bereits die Ausmaße eines Dampfers, weiß ist er aber noch nicht. Kein Wunder, feierte man gestern doch erst das Richtfest für den Bau, der im Spätsommer 2018 fertiggestellt sein soll. Der Bau werde „noch etwas verfeinert“, witzelte Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher. Ganz wichtige Informationen hatte gestern Architekt Ulrich Zech mitgebracht: „Wir sind noch im Zeitplan. Und auch bei den Kosten liegen wir noch weitestgehend im Rahmen.“

Stadtwerke-Chef Andreas Voigt freute sich: darüber, dass es vorangehe mit dem Bau, und darüber, dass das Wetter miserabel war. Denn das zeige, dass die Entscheidung für ein Kombibad die richtige gewesen sei. Und obwohl das Gebäude „massive Formen annimmt“, füge es sich doch gut in die Umgebung ein, so Voigt vor dem Bau aus ganz viel Beton. Es folgte der traditionelle Richtspruch auf dem Gerüst und im Angesicht der Richtkrone.

Den zweiten Teil des Richtfestes konnten die Gäste dann im Inneren des Gebäudes verbringen. Genauer: im künftigen Umkleidetrakt. Das tat dem Architekten Ulrich Zech ziemlich leid, sei der Zugang gestern nämlich nicht über den Haupteingang und nicht zum Foyer möglich gewesen. Die Idee seines Entwurfs mit der riesigen Glasfront zum Freibadbereich hin konnte Zech also zunächst lediglich an Plänen darlegen. Immerhin: Nach dem Essen im Betonbau konnte man ein Stockwerk höher steigen und so einen Blick auf die „Badeplatte“, also auf die künftigen Becken, werfen. Zwei davon sind schon – zu Testzwecken – mit Wasser gefüllt. „Theoretisch kann man also schon schwimmen“, scherzte OB Tobias Eschenbacher.

Eschenbacher betonte, dass das Kombibad „ein sehr bedeutendes, ein sehr großes Projekt“ für Freising sei. Dass man sich nach vielen Jahren des Streits um den Standort und des Ringens um das Konzept für Lerchenfeld und die Variante Kombibad entscheiden habe, sei „wegweisend“ gewesen. Wichtig sei auch, dass man im Rahmen dieses Projekts ein Parkdeck baue, so der OB. Dadurch sollte der Parksuchverkehr wesentlich abnehmen. Ab Juni beginnen die Arbeiten für das Parkhaus am Rabenweg.

Eingeladen waren gestern auch die Anwohner, die gerade in der Phase der Gründungsarbeiten gute Nerven benötigt hatten, wusste Voigt genau. Dass sie und viele andere trotz widrigen Wetters gekommen waren, sei „ein gutes Zeichen“, so der OB.

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