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Ringe für die Störche: Vogelschützer können drei Freisinger Jungtiere jetzt besser beobachten

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Von: Andreas Beschorner

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Clemens Krafft vom Landesbund für Vogelschutz beringte die Jungstörche – und legte den nach dem Regen schlammig gewordenen Nestboden mit Heu aus.
Clemens Krafft vom Landesbund für Vogelschutz beringte die Jungstörche – und legte den nach dem Regen schlammig gewordenen Nestboden mit Heu aus. © Gleixner

Die drei Jungstörche, die es sich im Nest auf der ehemaligen TU-Versuchsbrennerei in Freising gemütlich gemacht haben, tragen jetzt Ringe. Eine wichtige Maßnahme für den Bund Naturschutz.

Freising – Da hat sich die neue Hubrettungsbühne der Werkfeuerwehr Weihenstephan doch schon ausgezahlt: Mit ihrer Hilfe wurde am Mittwoch von Clemens Krafft (Landesbund für Vogelschutz) hoch hinauf auf das Dach der ehemaligen TU-Versuchsbrennerei (heute StudiTUM-Gebäude) am Weihenstephaner Steig 16 gefahren, um dort eine ganz besondere Aktion auszuführen: Drei Jungstörche, die heuer auf der zum Storchennest umfunktionierten ehemaligen Sirenenanlage des Hauses das Licht der Welt erblickt hatten, wurden beringt. Papa oder Mama Storch – so genau lässt sich das nicht sagen – beäugte zunächst skeptisch, was sich da langsam, aber unaufhaltsam seinem Nachwuchs näherte. Dann erhob er sich elegant in die Lüfte und umkreiste während der Aktion das Nest aufmerksam. Erst nachdem sich die fremden Besucher wieder entfernt hatten, kam er zurück und konnte beruhigt feststellen, dass es dem Nachwuchs gut ging.

Die Ringe dienen dazu, die Zug- und Wanderwege der Störche nachvollziehen zu können.
Die Ringe dienen dazu, die Zug- und Wanderwege der Störche nachvollziehen zu können. © Gleixner

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Die Ringe, mit denen die Jungstörche versehen wurden, dienen dazu, die Zug- und Wanderwege der Störche nachvollziehen zu können. Schon vor vielen Jahren habe man den Horst in Absprache mit dem Bund Naturschutz eingerichtet, erzählt Robert Tafertshofer vom Immobilienmanagement der TUM. Die ersten Jahre hätten die Störche das Angebot ignoriert, seit ein paar Jahren brütet aber regelmäßig ein Pärchen dort. Und seitdem werden die Jungstörche zusammen mit und von Clemens Krafft vom Landesbund für Vogelschutz beringt.

Aber nicht nur die Beringung soll Aufschluss über die Vögel geben: Schon seit Inbesitznahme des Nests ist eine Kamera auf den Horst gerichtet, sodass man jederzeit live beobachten kann, was gerade hoch oben auf dem Dach vor sich geht. Und so wird man auch sehen, wenn das junge Trio flügge ist und sein Nest verlässt. Vielleicht kommt einer ja im nächsten Jahr zurück, um seinen Nachwuchs hier aufzuziehen. Und auch der bekommt dann einen kleinen Ring an den Fuß.

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