Meister ihres Fachs: Die Freisinger Formation RPWL – hier in der Luitpoldhalle – blickt mit ihrem neuen Album zurück auf ihre Anfänge in der Domstadt. Eine faszinierende Hommage an die Geburt der Band.
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Meister ihres Fachs: Die Freisinger Formation RPWL – hier in der Luitpoldhalle – blickt mit ihrem neuen Album zurück auf ihre Anfänge in der Domstadt. Eine faszinierende Hommage an die Geburt der Band.

Eine Rückblende auf den Beginn der Band

Ein Klang-Kosmos, der bis heute nachhallt: RPWL haben ihr Debütalbum neu eingespielt

Die Freisinger Formation RPWL gilt weltweit als Speerspitze des Progressive- und Art-Rock. Mit ihrem neuen Album blicken die Mitglieder auf ihre Anfänge zurück.

Freising – Sie touren um die halbe Welt und sorgen auch an den entlegensten Orten für ausverkaufte Hallen. Ihre Alben werden in den renommiertesten Musikmagazinen immer wieder in den höchsten Tönen gelobt, ihr Gitarrist wird inzwischen sogar als einer der Besten seines Fachs tituliert. Die Freisinger Formation RPWL gilt heute als Speerspitze des Progressive- und Art-Rock weltweit. Mit ihrem neuen Album „God has failed – Live & Personal“ blicken die Mitglieder nun zurück auf ihre Anfänge in der Domstadt.

Ihr Debüt erschien im Jahr 2000

Das erste Album einer Band ist immer etwas sehr besonderes, denn sämtliche musikalischen Träume sind noch frei von jeglicher Erwartungshaltung seitens eines Publikums. Dabei gelang RPWL auch etwas sehr Faszinierendes: Bereits mit ihrem Debüt „God has failed“, das im Jahr 2000 erschienen ist, schälten sie ihre eigene musikalische DNA komplett frei.

Fern vom Mainstream jener Zeit offenbarten die Gründungsmitglieder Phil Paul Risettio (R), Chris Postl (P), Kalle Wallner (W) und Yogi Lang (L) jenen Klang-Kosmos, der bis heute nachhallt und unzählige Fans weltweit begeistert. Natürlich: Die Querverweise zur Super-Group Pink Floyd leuchteten dabei damals auf, zudem RPWL anfänglich auch deren Songs coverten. Allerdings, und das war bereits mit dem Debüt deutlich erkennbar, ging mit der Band über Freising auch ein absolut solitärer Stern auf, der inzwischen heller strahlt denn je.

Eigentlich war alles ganz anders geplant gewesen

Heute kann der erste Tonträger von RPWL getrost als ein wegweisendes Album des Genres betrachtet werden, mit feiner Nuancierung und eleganter Dramaturgie – ein Album, dem zahlreiche Alben, darunter auch Konzept-Scheiben, folgen sollten. Und gerade auch deshalb war es ein charmantes Vorhaben, die Songs von damals musikalisch neu zu bemalen.

Eigentlich war ja alles ganz anders geplant gewesen, nämlich eine Anniversary-Tour zum Jubiläum des Debüts mit zahlreichen Auftritten. Aber auch hier machte die Corona-Pandemie der Band einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Doch RPWL wollten die große Feierlichkeit nicht verstreichen lassen und machten die Not zur Tugend und ihren Fans ein außergewöhnliches Geschenk: Sie spielten ihr Debüt als Live-Studiosession neu ein und hielten das Ereignis auch via Konzertfilm für die Nachwelt fest.

Neue Aufnahmen sind eine Hommage an die Band-Geburt

Die Bühnenpräsenz von RPWL bei diesem Konzert für die Geister der Vergangenheit in der Freisinger Luitpoldhalle erinnert in der Grundstimmung an eine meisterliche Inszenierung von Rick Rubin und offenbart, dass die Formation längst in der Liga der ganz Großen spielt, und der Freisinger Kulturpreis, den sie 2019 endlich erhalten haben, überfällig gewesen war.

Vor allem die beiden Urgesteine Wallner und Lang holen Welt-Niveau in die Domstadt – mit Songs, die 20 Jahre alt sind und so frisch klingen, als wären sie erst gestern geschrieben worden.

Obwohl es eine Rückblende zur eigenen musikalischen Vergangenheit ist, sind die Aufnahmen keine lose Replik, sondern vielmehr eine erweiterte Hommage an die Band-Geburt. Glimmend die Songs, die auch immer eines beweisen – hier sind Songschreiber am Werk, die nicht nur den Soundtrack der Jahrtausend-Wende geschrieben haben, sondern auch die Klangwelt von Freising neu kalibrieren konnten. Zeigt sich ihr Oeuvre im Gesamtbild weiterhin geheimnisvoll, pulsieren ihre Debüt-Songs zukunftsweisend. Der Blick zum Himmel und zur eigenen Seele – so zeigen sich ihre Songs wiedergeboren und freigelegt.

Und wer es damals nicht wusste, wird es heute feststellen müssen: „God has failed“ ist und bleibt ein Meisterwerk.

Gut zu wissen

Das Album „God has failed - Live & Personal“ gibt es in verschiedenen Ausführungen. Erhältlich ist der Tonträger als CD und Doppel-Vinyl in mehreren Farben. Das Konzert gibt es als DVD und Blue-Ray. Veröffentlichung: 30. April. Infos unter www.rpwl.net und www.gentleartofmusic.com.

Richard Lorenz

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