Rund zehn Millionen Euro waren bislang für die Sanierung der Staatlichen Wirtschaftsschule. angesetzt. Jetzt könnte vier Millionen zusätzlich notwendig werden.  Foto: lehmann
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Rund zehn Millionen Euro waren bislang für die Sanierung der Staatlichen Wirtschaftsschule. angesetzt. Jetzt könnten vier Millionen zusätzlich notwendig werden.

Sanierung der Freisinger Wirtschaftsschule

Vier Millionen Euro extra für teure Notwendigkeiten

  • Andreas Beschorner
    vonAndreas Beschorner
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Rund zehn Millionen Euro waren bislang für die Sanierung der Staatlichen Wirtschaftsschule Freising angesetzt. Jetzt könnten vier Millionen zusätzlich notwendig werden.

Zehn Millionen Euro hatten die Kreisräte bewilligt, um die Generalsanierung der Wirtschaftsschule durchführen zu können (wir haben berichtet). Doch das wird nicht genügen: Wie der weitere Planungsverlauf und weitere Untersuchungen nun ergeben haben, ist manch zusätzliche Maßnahmen dringend notwendig, andere Maßnahmen sind zu empfehlen. Insgesamt könnte der Landkreis noch einmal rund vier Millionen Euro drauflegen. Der Schulausschuss hat am Mittwoch eine Zwischenlösung favorisiert.

Beispielsweise, so schilderte es das mit der Sanierung beauftragte Büro Schwarz ASKS, habe man im Rahmen der Vorbereitungen zur Brandschutzsanierung das Dach des 1998 errichteten Bauteils 2 geöffnet. Unerwartetes Ergebnis: Das Dach ist schadhaft, die Dämmung komplett durchnässt. Aufgrund dieser Erkenntnisse habe man auch das Dach des Bauteils 1 aus dem Jahr 1978 begutachtet: Größere Schäden gebe es dort zwar nicht, aber aus energetischer Sicht sei das Dach mangelhaft und sollte erneuert werden. Kosten für beide Maßnahmen: 1,65 Millionen Euro.

Keine Diskussionen

Weitere 160 000 Euro sind notwendig, um die für Behinderte viel zu steile Auffahrtsrampe DIN-gerecht zu verändern und außerdem den vorhandenen Aufzug behindertengerecht aufzurüsten. Beide Maßnahmen wurden nach Gesprächen mit dem Behindertenbeauftragten Konrad Weinzierl ins Auge gefasst. Diskussionen um diese drei Maßnahmen gab es im Schulausschuss nicht.

Weitere Prüfungen

Anders bei drei weiteren Maßnahmen: Nachdem man an Außenkonsolen, Stützen und Trägern starke Betonabplatzungen festgestellt hatte, sei eine umfangreiche Betonsanierung zu empfehlen, hieß es von Seiten der Planer. Doch von der Verwaltung (und in der Folge auch von den Kreisräten) wurde diese immerhin knapp 1,5 Millionen Euro teure Maßnahme als „potenziell“ und „derzeit noch in der Prüfung“ eingestuft. Das galt auch für die Bodenbeläge: Die derzeit hauptsächlich verlegten Linoleumböden hätten auf Wunsch der Schulleitung durch Teppiche ersetzt werden sollen. Die Verwaltung würde allerdings – auch aus Hygienegründen – die Linoleumböden gerne behalten. Auch diese Maßnahme, die über eine halbe Million Euro kosten würde, wird noch geprüft.

Die Waschbecken

Diskussionen im Schulausschuss gab es lediglich darum, ob es weiterhin in den Klassenzimmern Waschbecken geben sollte oder nicht. Ursprünglich war ein Rückbau geplant, doch die Hygienestandards wegen der Corona-Pandemie hatten bei Planern und Verantwortlichen zu einem Umdenken geführt. Dann aber müssten auch die schadhaften Steigleitungen in den Klassenräumen erneuert werden, was rund 164  000 Euro kosten würde. Während sich beispielsweise Tobias Weiskopf (FDP) für Waschbecken in den Klassenzimmern stark machte, waren Leon Eckert (Grüne) und Christian Fiedler (ÖDP) eher skeptisch. Im Endeffekt einigte man sich darauf, auch diese Maßnahme noch einmal zu prüfen, bevor man eine Entscheidung trifft.

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