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Ein starkes Team in der Palliativ- und Hospizmedizin: Dr. Irmgard Frey, Dagmar Spreitzer, Bruno Geßele, Gudrun Müller, Eva Pröscholdt-Graupner, Silvia Seidl, Michaela Schollerer, Petra Waldhör, Andrea Berger, Dr. Urte Rieger, Melanie Bauer und Dr. Anton Frey. 

Hospizverein und SAPV unterzeichnen Charta

Für einen würdigen Tod

Ein wegweisender Schritt: Der Hospizverein Freising und die Spezialisierte Ambulante Palliativ-Versorgung (SAPV) haben sich in die Reihe der Unterzeichner der Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Mensch in Deutschland eingereiht.

FreisingIm Rahmen des Programms zum Tag der Offenen Tür setzte der Geschäftsführer des SAPV-Teams Freising, Bruno Geßele, seine Unterschrift unter das national bedeutsame Dokument. Die Charta ist Teil einer nationalen Strategie, die es ermöglichen soll, dass jeder Mensch am Ende seines Lebens unabhängig von der Erkrankung und der persönlichen Lebenslage eine Hospiz-, Palliativversorgung und Sterbebegleitung bekommt.

Im Juli 2015 sei die spezialisierte ambulante Palliativ-Versorgung, kurz SAPV, als gemeinnützige GmbH gegründet worden, erinnerte Karl-Heinz Sturm Sturm von der Charlotte und Carl Georg Maier-Stiftung. Dank des juristischen Fachwissens von Bruno Geßele sei der Versorgungsvertrag in einem „Rekord-Tempo“ zustande gekommen, so dass bereits zu Beginn des Jahres 2016 Patienten zu Hause rund um die Uhr palliativmedizinisch versorgt werden konnten.

Franziska Kopizsch, Leiterin der Charta Geschäftsstelle in Berlin erläuterte den anwesenden Gästen das Ziel des Charta-Projekts. Es gehe darum, die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit den existentiellen Phänomenen Tod und Trauer zu fördern und stärker im öffentlichen Bewusstsein zu verankern. Die Quintessenz der Charta, die von der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, des deutschen Hospiz- und Palliativverbandes und der Bundesärztekammer initiiert wurde, seien fünf Leitsätze, die zusammengefasst ausdrückten: „Jeder Mensch hat ein Recht auf ein Sterben unter würdigen Bedingungen.“ Rund 50 Institutionen und gesundheitspolitisch relevante Gesellschaften hätten sich unter dem Mantel der oben genannten Träger an einen Tisch gesetzt, um eine bedarfsgerechte Versorgung von sterbenden Menschen zu ermöglichen. „Ich glaube, es gibt keinen größeren runden Tisch als die Charta“, sagte Kopizsch. Trotz unterschiedlicher Ansätze der einzelnen Verbände sei die Charta als nationale Strategie, sozusagen von der Basis aus, ausgerufen worden. Sie sei Grundlage für die politische Weichenstellung in Sachen Hospiz- und Palliativgesetz.

Der Landkreis tue alles, um eine hochwertige palliative und hospizliche Behandlung zu ermöglichen, hatte Landrat Josef Hauner eingangs betont. Mit der Teilnahme am Förderprogramm „Gesundheitsregion plus“ des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege sei man auf einem guten Weg. Ob sich der Landkreis in Zukunft auch in die Unterzeichner der Charta einreihen wird, darüber gab es aber noch keine konkrete Aussage.

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