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Um in Corona-Zeiten die Sicherheitsabstände einhalten zu können, durften zur Abschlussfeier des SBZ nur die Absolventen kommen, die ihre Schullaufbahn mindestens mit der Note 1,5 abgeschlossen haben. Insgesamt 88 Jugendliche waren da. Matthias Fischer, Leiter des Berufsschulzentrums, (vorne Mitte) machte ihnen – gerade in Zeiten der Pandemie – Mut für die Zukunft.

Starker Jahrgang verabschiedet

„Wir haben allen Grund zu Optimismus“: SBZ-Leiter weckt trotz Corona-Krise Hoffnungen

  • Manuel Eser
    vonManuel Eser
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„Wir haben allen Grund zu Optimismus: In der Corona-Krise weckt ein starker Jahrgang den Optimismus des Berufsschulleiters. Mehrere Zahlen beeindrucken.

Freising– 88 Absolventen des Staatlichen Berufsschulzentrums (SBZ) sind am Freitag verabschiedet worden. Nur 88? Richtig, denn aufgrund der Pandemie konnten nicht alle 405 Jugendlichen an der Feier in der Aula des Camerloher-Gymnasiums teilnehmen. Corona-bedingt musste die Teilnehmerzahl auf 100 beschränkt werden. Und so kamen nur die Absolventen mit der Abschlussnote 1,5 oder besser in den Genuss einer Zeremonie.

Der Dank von Matthias Fischer, Leiter des SBZ, galt deshalb nicht nur dem Landkreis als Sachaufwandsträger der Schule sowie den treuen Preisstiftern und Förderern, sondern vor allem auch den Organisatoren dieses Festakts. „Denn immer wieder mussten aufgrund der unsicheren Situation Konzepte entworfen und verworfen werden.“ Das alles sei klaglos geschehen.

Für das musikalische Programm sorgte Johannes Czernik, Musiklehrer an der Staatlichen Fachakademie für Sozialpädagogik, mit drei seiner Schüler. Den Ton in den Reden aber gab Corona an – unter anderem sprach Vize-Landrat Robert Wäger ein Grußwort. Auch Fischer verschwieg nicht, wie unsicher die Lage auf dem Arbeitsmarkt in Zeiten der Corona-Krise sei. „Aber ich will keine Ängste schüren, sondern Hoffnungen wecken.“ Das tat er mit einigen Zahlen.

So ist etwa die Zahl der Absolventen im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Machten 2019 368 Jugendliche ihren Abschluss an der Berufsschule, waren es dieses Jahr 405 – 353 Berufsschüler und 52 Absolventen der Berufsfachschule für Kinderplegerin*innen. Auch die Zahl derjenigen, die aufgrund ihrer blendenden Note Sachpreise erhalten haben, hat zugenommen.

2019 waren es laut Fischer 48 Preisträger, dieses Jahr sind es 88. „Zusammengefasst ist die Zahl der Absolventen um zehn Prozent gestiegen, die Zahl der Preisträger aber ist sogar um 32 Prozent angewachsen“, lobte Fischer und fügte unter Applaus an: „Wir haben allen Grund zur größten Freude und zu Optimismus. Denn wir können auf eine starke Jugend bauen.“

In seiner Rede machte Fischer auch Werbung für die berufliche Bildung. Sie sei ein Jobmotor und Fachkräftegenerator. „Davon profitieren beide Seiten – Betriebe und Absolventen.“ Eine „erstklassige“ berufliche Bildung sei aber auch ein Karriere-Sprungbrett und biete hervorragende Zukunftschancen. „Und drittens bedeutet berufliche Bildung fachliche Exzellenz“, sagte Fischer abschließend. „Wer hier war, beherrscht sein Fach von der Pike auf. Aber auch soziale Kompetenzen und digitale Affinität werden künftig immer wichtiger.“ Das SBZ trage dieser Entwicklung Rechnung.

Lesen Sie auch: Nach Corona-Vorfall an Schule: Massentest durchgeführt - Zeugnisvergabe ungewiss. Wegen Corona? Viele Freisinger Wirtschaftsschüler scheiterten am Abschluss. „Es ist kaum zu glauben“: Marzlinger Fischer fühlen sich als Müllschlucker.

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