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So stellt sich die Firma Saller-Bau die Fassade des neuen Freisinger Kinos in der Nachbarschaft der Schlüterhallen vor, für das am 4. August Spatenstich ist. Der Entwurf fiel im Gestaltungsbeirat gnadenlos durch und ist auch nicht genehmigungsfähig. Eine Änderung der Gestaltung wurde jetzt angekündigt.

Im August ist Spatenstich an den Schlüterhallen

Wie schaut’s denn nun aus, das neue Kino?

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Freising - Es ist soweit: Am 4. August wird der erste Spatenstich für das Freisinger Kino bei den Schlüterhallen gesetzt. Damit ist eine über fünf Jahre währende Planungsgeschichte beendet – oder doch nicht? Denn immer noch ist nicht geklärt, wie der Komplex einmal aussehen soll.

„Uns geht es jetzt erst einmal um den Rohbau. Für das andere Thema wird man einen Konsens finden“, meint auf Nachfrage Projektleiter Sascha Schneider. Er ist gerade damit beschäftigt, die Einladungen für den Spatenstich am Donnerstag, 4. August, zu sammeln. Gebaut wird also. Auch wenn die höchst umstrittene Fassadengestaltung noch nicht geklärt ist. Doch aktuell hat sich gestern bei der Stadt Freising die Firma Saller telefonisch gemeldet. Das ergab eine Nachfrage bei Pressesprecherin Christl Steinhart: „Ein Vertreter der Firma Saller hat aktuell angekündigt, dass er die Fassadengestaltung nochmals überarbeiten möchte und diese der Stadt in nächster Zeit vorlegen wird“, vermeldete Steinhart. Und weiter: „Die Fassadengestaltung spielt für die Durchführung des Rohbaus noch keine Rolle.“ Der Zeitpunkt des Spatenstichs werde dadurch wohl nicht in Frage gestellt. 

Dazu gab’s aber noch eine Anmerkung von Stadtrat und Beiratsmitglied Sebastian Habermeyer: „Die fangen mal das Bauen an und werden parallel dazu die Fassadenkorrektur angehen. Hoffentlich.“ Noch Mitte Mai war es im Gestaltungsbeirat zu heftigen Diskussionen rund um einen neuen Fassadenentwurf der Saller Gewerbebau gekommen. Der war den Räten aus heiterem Himmel vorgelegt worden und löste – mit horizontalen und vertikalen Schwüngen versehen – die bis dato gültige Version des Architektenbüros Wittmann aus Regensburg, ab. Diese ursprüngliche und dahin konsensfähige Fassung war strenger gegliedert und hielt sich in ihrer Formensprache gegenüber dem benachbarten Industriedenkmal Schlüterhallen „angenehm zurück“, wie es Beiratsvorsitzender Rudolf Hierl im Mai ausdrückte: Die neue Saller-Gestaltung halte sich nicht einmal an die Festsetzung im Bebauungsplan, die eine vertikale Gliederung der Fassade vorsieht. 

Nach einem heftigen Wortwechsel und dem Abbruch der Diskussion in der Mai-Sitzung hat man den Saller-Planern dann ein Protokoll zugeschickt, das dann als Richtschnur für weitere Planungen dienen soll.

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