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Die Startblöcke über dem neuen fresch-Kampfbecken warten auf ihren ersten Einsatz.
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Vor dem Attraktionsbecken erläütert der Betriebsleiter des neuen Familienbads, Alexander Frederking (mit Schal), die Historie des neuen fresch. Insgesamt stecken rund 35 Millionen Euro in dem Projekt der Stadtwerke. 2016 war mit dem Bau begonnen worden
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Das großen Außenbecken ist ebenfells schon gefüllt. Auch diese Anlage muss derzeit alle notwendigen technischen Testläufe bestehen.
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Das Naturbecken bietet den Badegästen im fresch ein ganz ursprüngliches Flair zum Entspannen
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Ganz in hellem Holz präsentiert sich die Außensauna: Großzügige Fensterflächen gewähren den Gästen einen Blick aufs Gelände

Kurz vor der Eröffnung

Schöne, neue Badewelt: So sieht das fresch in Freising von innen aus

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Das fresch kommt edel daher. Kurz bevor die Eröffnung des Hallenbads ansteht, sieht es zwar noch schwer nach Baustelle aus. Aber man sieht, wo die 35 Millionen Euro hingewandert sind.

Freising – Alexander Frederking wirkt cool. Der Betriebsleiter des Freisinger Familienbads blickt sich um in „seinem“ fresch. Doch Frederking gibt zu: „Ich schlafe von Tag zu Tag schlechter – je näher der Termin für die Eröffnung kommt.“ Denn jetzt, kurz bevor die Öffentlichkeit ihr fresch, das neue Hallenbad samt Saunaparadies, betreten und genießen darf, ist eine entscheidende Phase. In diesen Tagen laufen die letzten Tests, müssen all die technischen Anlagen vom Strom über Lüftung und Heizung bis zur Umwälzanlage beweisen, dass sie funktionieren. Und genau deshalb kann Frederking auch jetzt noch nicht sagen, ob die Stadtwerke das Hallenbad den Freisingern unter den Christbaum legen können.

Im Februar 2016 rückten in Lerchenfeld die Bagger an. Und schon da hatte das Hallen- und Kombibad eine neunjährige Geschichte hinter sich: 2007 gab es nämlich erste Überlegungen, das in die Jahre gekommene und ständig zu sanierende Hallenbad an der Jochamstraße durch ein neues Hallenbad am Standort des Freibads zu ersetzen. Die Standortsuche wurde zum Politikum. Erst 2011 bestätigte eine Machbarkeitsstudie, dass ein Kombibad am Rabenweg möglich sei. Jetzt ist man kurz davor, das Hallenbad zu eröffnen. Das Freibad, das noch so gar nicht nach Erholung aussieht, wird im Sommer wieder eröffnet.

Der Vorplatz des fresch ist groß und großzügig. Man fühlt sich willkommen, betritt das Hallenbad über eine breite Brücke, die den Schwimmbadgraben quert. Vom Empfangsbereich aus sieht man schon durch die riesigen Glasfronten auf die ersten Becken. Überhaupt: Alles ist hell, lichtdurchflutet, das Ambiente besticht durch klare Formen und edle Materialien. Neu auch die Spinde und die Umkleidekabinen – in beruhigendem Dunkelgrün gehalten.

Im fresch gibt es keinen unangenehmen Hall

Dann der Schritt in den Hallenbadbereich: Holzverkleidungen und gläserne Abtrennungen zwischen dem 25-Meter-Becken, dem Lehrbecken mit dem Hubboden, dem Attraktionsbecken mit Rutsche, Goldregen und Sprudelliegen sowie dem Kinderplanschbecken sorgen dafür, dass es relativ ruhig ist im Hallenbad. Der oft unangenehme hallende Geräuschpegel – im fresch gibt es ihn nicht. Oben auf der Empore über den Becken ist man auf Liegen nochmal weiter von der Geräuschquelle entfernt.

Der andere große Bereich, mit dem man die Freisinger begeistern will: die Saunalandschaft. Wie auf einem Marktplatz gruppieren sich drei Saunen um das Kalt- und Warmbecken im Saunatrakt, an Duschen ist alles da, was man sich nur wünschen kann. Und ein Ruheraum zum Entspannen fehlt selbstverständlich auch nicht.

Lesen Sie auch: fresch wird familienfreundlich: Jetzt sind Öffnungszeiten und Preise bekannt

Über die Gastronomie geht’s hinaus in den Freibereich. Sogar dort sind die Böden mit Fußbodenheizung ausgestattet, so dass man beim Weg in die Kellersauna mit ihrem Kreuzgewölbe, in das große Saunahaus oder auch zum Schwimmteich keine kalten Füße bekommt.

Anfang 2017 hatte man das ausgeklügelte Saunakonzept vorgestellt, das kurz vor seiner Realisierung steht. Thema sollte Freising sein. Die Biosauna zum Beispiel wird an der Decke ein großes Bild haben, das den Blick nach oben in den Weltwald zeigt.

Über Armbänder wird alles im fresch bezahlt

Neben dem großen Ganzen, das dem Besucher eine Wohlfühlatmosphäre und ein echtes Erlebnis vermitteln soll, sind es manche Kleinigkeiten, die dem Bade- und Saunafreund das Leben im fresch erleichtern: Da hat man beispielsweise in die Schließfächer des Saunabereichs USB-Anschlüsse einbauen lassen, damit die Saunagänger während des Aufenthalts ihr Smartphone aufladen können.

Apropos: Smartphone. Ein Handyverbot wird es im neuen fresch nicht geben. Das sei heutzutage nicht mehr zumutbar, so Frederking. Damit aber keine Fotos gemacht werden können, bekommt man beim Betreten knallrote Aufkleber ausgehändigt, die über die Kameras geklebt werden müssen. Und noch etwas, was den Besuch erleichtert: Über Armbänder wird alles im fresch bezahlt.

Das Hallenbad und der Saunabereich sind ganzjährig täglich von 9 Uhr bis 22 Uhr geöffnet. Das Klientel der Frühschwimmer – derzeit ein fester Stamm von rund 40 Leuten, so Frederking – muss nicht traurig sein. Zum einen, so der Betriebsleiter, dürften einige davon wohl gerne auch erst ab neun Uhr schwimmen, würden nur deshalb derzeit schon um sieben Uhr ins Becken an der Jochamstraße steigen, weil um acht dort Schluss sei. Dann kämen die Schulklassen. 

Zum anderen befinde man sich in Verhandlungen, dass ein Verein ja das 25-Meter-Becken wie eine Turnhalle für diese frühen Stunden buchen und mieten könne. Dann könnten die Vereinsmitglieder ab sieben Uhr ihre Bahnen ziehen. Das Freibad mit den zwei Außenbecken, mit dem Sprungturm, mit Breitrutsche und Liegewiese ist von Mitte Mai bis Mitte September von 9 Uhr bis 20 Uhr zugänglich. Und auch die Tarife haben die Stadtwerke inzwischen bekanntgegeben. Man liege damit im Schnitt vergleichbarer Hallen- und Freibäder im Münchner Norden, heißt es. zz

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