Ingolstadt entlässt Walpurgis - Interims-Nachfolger steht fest

Ingolstadt entlässt Walpurgis - Interims-Nachfolger steht fest
+
Schreiberhandwerk auf höchstem Niveau: Thomas Godau (1. Preis), Martin Straßer (Formwerkstatt Straßer), Jasper Borchert ( Belobigung) Richard Stanzel (Design-S), Florian Pollinger (2. Preis) und Innungs-Obmann Johann Bernhart (v. l. ) Im Vordergrund der preisgekrönte Schreibtisch von Thomas Goldau. 

nachwuchs-elite im wettbewerb

Schreiner sind bestens in Form

Holz hat Zukunft: Wie individuell Schreiner diesen Werkstoff in Form bringen, das wurde bei der diesjährigen Preisverleihung des Wettbewerbs „Die Gute Form 2017“ deutlich.

Freising Zur Bekanntgabe der diesjährigen Preisträger hatte Innungs-Obmann Johann Bernhart in die Räume der Kreishandwerkerschaft an den Guten Ängern geladen. Maximal 80 Stunden durften die Lehrlinge in den Ausbildungsbetrieben an ihren Gesellenstücken arbeiten. Was dabei heraus gekommen ist, das dokumentiere den hohen Leistungsanspruch des Schreinerhandwerks im Landkreis Freising und könne sich durchaus sehen lassen, betonte Bernhart. Auch heuer hatten sich wieder zahlreiche Gesellinnen und Gesellen den kritischen Augen der Jury gestellt. Beurteilt wurden die Werkstücke nach Originalität, Gestaltungs- und technischer Qualität sowie Modernität und Funktionalität. Die vierköpfige Jury hatte es sicherlich nicht leicht, die Sieger und den Belobigten festzulegen. Denn die Schreibtische, Side-Boards, Küchenarbeitsinsel, Kommoden, Stehlen, Wandbar oder sogar eine Stapelholz-Bank zeugten von hohem handwerklichem Können des Nachwuchses.

Gleich zweimal wurde heuer ein zweiter Platz vergeben: Für seine Kommode aus Massivholz Rüster durfte sich Florian Pollinger vom Ausbildungsbetrieb „Design S Stanzel“ freuen, Cesare Piccone vom Ausbildungsbetrieb Köberlein in Fahrenzhausen überzeugte mit einer Stehle aus Nussbaum. Als „schönstes“ Stück entschied sich die Jury für einen Schreibtisch mit „ausgeklügelter Leuchte“ und einer „nicht alltäglichen“ Tischbeinlösung: Thomas Godau, der seine Ausbildung bei der Firma Edlhuber in Neufahrn absolvierte, darf sich jetzt über die Teilnahme am Landeswettbewerb freuen, der im Herbst im Rahmen der Messe „Heim + Handwerk“ stattfindet.

Dass die Schreiner-Innung im Landkreis Freising dort schon oft mit von der Partie gewesen sei, sogar schon Bundespreisträger gestellt habe, das freue ihn natürlich besonders, sagte Bernhart. Erst im Frühjahr dieses Jahres habe sich ein junger Schreiner aus Vötting gegen alle Konkurrenten durchgesetzt und sich als Sieger auf Bundesebene qualifiziert.

Ein sehr originelles Stück wurde heuer „belobigt“. Jasper Borchert vom Ausbildungsbetrieb Straßer in Großeisenbach zeigte mit seiner „Stapelholz-Bank“, wie die Arbeit des Schreiners beginnt: nämlich zunächst das richtige Holzstück aus einem Stapel wählen. Er setzte die grob gebürsteten Bretter aufeinander, baute zwei Korpen ein und schuf damit ein sehr individuelles Side-Board. Begründung der Jury. Das sei einmal „etwas ganz Anderes“.

Innungs-Obmann Johann Bernharte erinnert daran, dass der Aspekt des „Wohlfühlens“ im eigenen Zuhause wieder an Bedeutung gewinne. Das Schreinerhandwerk stehe schließlich in der Verantwortung, Lebensqualität zu schaffen.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

20 Fragen an Bundestagskandidatin Kerstin Schnapp (Grüne)
Die Bundestagskandidaten des Wahlkreises Freising/Pfaffenhofen haben ein Ziel: Sie wollen nach Berlin. Das FT stellt Ihnen, liebe Leser, nach und nach die Kandidaten …
20 Fragen an Bundestagskandidatin Kerstin Schnapp (Grüne)
Oberbayer Heinrich stellt bei Jauch einen Rekord für die Ewigkeit auf
Für Heinrich Röhrl (68) haben sich die jahrelangen Bemühungen wirklich gelohnt. Nach der  Sendung ging er mit 125.000 Euro heim - und einem Rekord. 
Oberbayer Heinrich stellt bei Jauch einen Rekord für die Ewigkeit auf
Die Heiliggeistgasse blüht auf
Freising – Die Heiliggeistgasse in Freising erlebt in diesem Jahr einen späten Frühling: Seit Montagvormittag sorgen sieben Bäume in orangfarbenen und roten Großkübeln …
Die Heiliggeistgasse blüht auf
Anlieger wollen keine Fahrradstraße
Vorreiter beziehungsweise Vorradler in punkto Fahrradfreundlichkeit sind in Eching die Grünen. Die erste Echinger Fahrradstraße, zu der die Hollerner Straße werden …
Anlieger wollen keine Fahrradstraße

Kommentare