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Unter ungewohnten Umständen fand für die Klasse 6  d der Realschule Gute Änger in Freising am Montag der erste Unterricht nach dem Lockdown statt. Lehrerin Tanja Irl hatte ihre Schüler auf Abstand gehalten. Mundschutz immerhin üssen die Jugendlichen nur tragen, wenn sie sich im Schulhaus oder auf dem Pausenhof bewegen.

Schüler begrüßen sich mit Shakehands - Lockerungen stellen Lehrer vor neue Herausforderungen

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Immer mehr Schüler kehren in den Präsenzunterricht zurück. Das stellt Rektoren und Lehrer vor neue Herausforderungen.

Landkreis Freising – Die Schulen füllen sich langsam. Am Montag meldeten sich die Schüler der ersten, fünften und – im Fall von Realschulen und Gymnasien – sechsten Jahrgangsstufe zurück. Die Leiter aller Schulformen stehen vor neuen Herausforderungen.

Shakehands zur Begrüßung an der Mittelschule

Als die Fünftklässler am Montag zur Mittelschule Lerchenfeld zurückgekehrt sind, stand zunächst einmal das Thema „Sensibilisierung“ auf dem Stundenplan. „Man hat schon gemerkt, dass vielen die Abstandsregelung auf dem Weg zum Schulhaus schwergefallen ist“, berichtet Schulleiter Thomas Nistler. „Einige haben sich auch mit Shakehands begrüßt, aber das haben die Acht- und Neuntklässler in der Woche zuvor auch gemacht.“ Man müsse eben immer wieder zur Vorsicht mahnen.

Derzeit werden die Schüler lediglich drei Stunden pro Tag unterrichtet – um langsam in ein Schulleben in der Pandemie hineinzuwachsen, in der die Lehrer nicht nur Präsenzunterricht, sondern auch Homeschooling leisten müssen. „Nach Pfingsten möchte ich die Stundenzahl erhöhen“, erklärt Nistler. Zudem soll dann auch die Mensa wieder geöffnet werden. Eine Ganztagsbetreuung werde es indes auch nach Pfingsten nicht geben. „Wie soll ich die Schüler sinnvoll beschäftigen, wenn sie wegen der Schutzmaßnahmen nicht Fußball, Basketball oder Tischtennis spielen dürfen.“

An der Realschule werden nur manche Fächer vor Ort unterrichtet

Auch wenn die Hälfte der Fünft- und Sechstklässler an die Realschule Gute Änger zurückgekehrt sind, ist Schulleiterin Andrea Weigl noch entspannt. „Wir haben ein riesiges Schulhaus. Deshalb ist das Hygienekonzept noch gut umsetzbar.“ Vor allem sei die Zahl noch so überschaubar, dass die Schüler zur Pause ins Freie gehen könnten. „Diese Gelegenheit zur Bewegung halte ich schon für sehr wichtig – angesichts dessen, dass die Schüler zwischen den Stunden das Klassenzimmer nicht wechseln und stundenlang auf ihrem Platz verharren müssen und Frontalunterricht bekommen.“

Sobald nach Pfingsten aber auch die anderen Jahrgangsstufen in die Schule zurückkämen, sei es fraglich, ob man die Schüler dann noch auf den Pausenhof schicken könne. Auch mit der Nutzung der Toiletten werde es dann eng. Für das Problem, dass Lehrer Präsenzunterricht und Homeschooling zugleich leisten sollen, hat Andrea Weigl indes eine Lösung gefunden. So werden manche Fächer nur in der Schule, manche nur im Homeschooling unterrichtet.

Schüler nutzen Freiräume, sobald sie sich ergeben

Wie Daniela Nager, Leiterin der Marina-Tudichum-Grundschule in Haag, gehörte auch Thomas Dittmeyer im Vorfeld der Schulöffnung zu den lautstarken Kritikern der Pläne. In einem offenen Brief hatte der Rektor der Grund- und Mittelschule Zolling prognostiziert, dass die Einhaltung von Coronaschutz-Maßnahmen die Schulen zum Teil vor unlösbare Probleme stellen werde. Hat er Recht behalten? „Das werden erst die nächsten Wochen zeigen“, betont er.

Seit Montag sind neben der fünften Jahrgangsstufe auch die Erstklässler wieder da. Rund 200 Kinder und Jugendliche strömen in die Klassenzimmer. „Im Schulhaus klappt es bisher ganz gut mit dem Tragen der Masken“, sagt Dittmeyer. Aufgrund der zunehmenden Lockerungen werde es aber immer schwieriger, die Kinder zu sensibilisieren. „Sie bemerken, dass die Welt um sie herum die Maßnahmen nicht mehr ganz ernst nimmt. Also nutzen auch die Schüler Freiräume, sobald sie sich für sie ergeben.“

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