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Auch heute demonstrieren Schüler in München für mehr Klimaschutz. Nach Auskunft der fünf Gymnasien im Landkreis war die Resonanz bisher gering. Es gab kaum Absenzen an den vergangenen Freitagen. 

Grünen-Stadträting ist „fassungslos“

Schüler-Demos für Klimaschutz: Demonstranten im Kreis Freising drohen „Konsequenzen“

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Die drei Freisinger Gymnasien haben am Donnerstag einen Elternbrief versandt. Thema: Die freitags stattfinden Schüler-Demonstrationen für mehr Klimaschutz in München.

Freising – Die drei Freisinger Gymnasien haben am Donnerstag einen Elternbrief versandt. Thema: Die – auch heute wieder – stattfindenden Schüler-Demonstrationen für mehr Klimaschutz in München. In dem von den drei Schulleitern unterzeichneten Schreiben wird explizit darauf hingewiesen, dass eine Befreiung zur Teilnahme an einer der geplanten Demos „nicht möglich“ ist. Wörtlich heißt es in dem Elternbrief: „Schülerinnen und Schüler, die dennoch an einer der geplanten Demonstrationsveranstaltung während der Unterrichtszeit teilnehmen, bleiben dem Unterricht ohne ausreichende Entschuldigung fern und müssen folglich mit Konsequenzen rechnen.“ Die Grünen-Stadträtin Susanne Günther lässt das „fassungslos“ zurück.

Verantwortungsbewusstsein für Natur und Umwelt sei doch das oberste Bildungsziel. Günther: „Die Jugendlichen, die auf die Straße gehen, haben längst erkannt, dass sich sofort etwas ändern muss, wenn wir unseren Planeten nicht weiter zerstören wollen. Sie haben auch erkannt, dass die Politik in Bayern nicht handelt. Dass es weiter geht mit Flächenverbrauch und Umweltzerstörung. Und dass damit endlich Schluss sein muss. Anstatt das Thema im Unterricht ausführlich zu behandeln, werden nun Strafen angedroht.“

Tatsächlich skizzieren die Schulleiter Andrea Bliese (Camerloher-Gymnasium), Nicole Storz (JoHo) und Manfred Röder (Dom-Gymnasium) zunächst nur den rechtlichen Hintergrund und das Verhältnis der Rechte freier Bürger und der Schulpflicht. Grundsätzlich bestehe laut Bayerischer Verfassung das Recht der Versammlungsfreiheit und Meinungsfreiheit – auch für Schüler. In diese Rechte dürfe nicht ohne Grund eingegriffen werden. Sie bestünden aber auch nicht schrankenlos. „Im Rahmen des Unterrichts gilt dieses Recht jedoch nicht uneingeschränkt. Hier haben sich Schülerinnen und Schüler gemäß Art. 56 Abs. 4 BayEUG so zu verhalten, dass die Aufgabe der Schule erfüllt und das Bildungsziel erreicht werden kann. Sie haben insbesondere die Pflicht, am Unterricht regelmäßig teilzunehmen und die sonstigen verbindlichen Schulveranstaltungen zu besuchen.“ Schüler würden im Falle einer Teilnahme während der Unterrichtszeit gegen ihre Verpflichtung zum regelmäßigen Besuch des Unterrichts verstoßen. Am Ende des Elternbriefs heißt es: „Über konkrete Ordnungs- oder Erziehungsmaßen entscheiden die jeweiligen Schulleitungen.“

Lesen Sie auch: Klimaaktivistin Thunberg: Jugend muss "wütend" werden und für Zukunft kämpfen

Susanne Günther ärgert das: „Alle reden von politischer Bildung und Politikverdrossenheit. Wenn aber Schüler sich für ihre Umwelt einsetzen, werden sie bestraft. Das ist paradox. Schulen sind Orte der Wertebildung, der demokratischen und politischen Bildung. Die Lehrkräfte sind gefordert, das Thema Klimaschutz in die Schulen zu holen und zum Unterrichtsgegenstand zu machen, genau so, wie es im Gesetz verankert ist.“ Sie sei stolz auf alle Jugendlichen, die sich so für die Umwelt engagieren. Bisher war die Teilnahme der Gymnasiasten an den Freitags-Demos allerdings überschaubar.

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