An einer Attrappe werden alle technischen und optischen Originalbauteile der Fassadengestaltung des Schulneubaus dargestellt.
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An einer Attrappe werden alle technischen und optischen Originalbauteile der Fassadengestaltung des Schulneubaus dargestellt.

Projekt immer noch bei rund 71,1 Millionen Euro

Den Kostenrahmen nicht gesprengt: Schul-Neubau im Freisinger Steinpark schreitet voran

  • Andreas Beschorner
    vonAndreas Beschorner
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Nur bei der Mittelschule haben sich die Arbeiten etwas verzögert, ansonsten liegen die Steinparkschulen in Freising im Zeitplan. Und auch die Finanzlage sieht gut aus.

Freising – Rund 71,1 Millionen Euro sollen, so die Kostenberechnung, die Steinparkschulen in Freising kosten. Und siehe da: Wie am Dienstag im Kulturausschuss berichtet wurde, wird man nach heutigem Stand der Dinge im Kostenrahmen bleiben. Vor über einem Jahr begannen die Bauarbeiten auf dem Gelände der ehemaligen Stein-Kaserne, seitdem wachsen Mittel- und Grundschule sowie die Turnhalle schier unaufhaltsam in die Höhe. Und dann gibt es sogar noch ein „Fassaden-Mock-Up“, eine Attrappe.

Terminplan auch im Wesentlichen eingehalten

Nicht nur die Kosten seien bisher im Rahmen, hieß es am Dienstag, auch der Terminplan habe bisher im Wesentlichen eingehalten werden können. Lediglich im Bereich der Mittelschule liege man vier Wochen hinter dem Bauplan – vor allem weil die Baufirma aufgrund der Corona-Situation zeitweise nicht mit der erforderlichen Mannstärke vor Ort sein konnte. Doch für das Gesamtprojekt, das schließlich das größte und teuerste in der Geschichte des Hochbaus in der Stadt Freising ist, habe diese derzeitigen Verzögerung keine Auswirkungen.

Die Corona-Pandemie hat das städtische Hochbauamt auch dazu veranlasst, das geplante Lüftungskonzept für die Schulen samt Turnhalle nochmals zu überprüfen. Das Ergebnis legte Hochbauamtsleiter Robert Naujokat dar: Die hybride Lüftungsanlage sorge für eine auch im Hinblick auf Corona und die Virenlast gute Luftqualität in allen Räumen. Trotzdem habe man vier Alternativen eruiert, um die eh schon „sehr gute“ Lüftung vielleicht noch zu verbessern.

Lüftungssystem wegen Corona erneut geprüft

Die Alternativen hätten zwischen 400.000 und 1,1 Millionen Euro an zusätzlichen Investitionen bedeutet, hätten zudem auch Nachteile gehabt, Folgekosten verursacht oder sogar den Terminplan gestört. Fazit: Die jetzt vorgesehene Lüftung sei so gut, dass man keine zusätzlichen Maßnahmen für das künftige Lüftungssystem ergreifen müsse.

Dann gab es noch einen Punkt, der mit Corona zu tun hatte: Denn eigentlich hätte sich der Kulturausschuss zwei Wochen früher direkt vor Ort bei den Steinparkschulen treffen sollen. Weil sich aber 2. Bürgermeisterin Eva Bönig, die die Sitzungen des Kulturausschusses leitet, freiwillig in Quarantäne begeben hatte, hatte man die Sitzung verschoben.

Über den Namen der Schule macht man sich noch keine Gedanken

Eine Baustellenbesichtigung für die Mitglieder des Kulturausschusses ist nun für Dienstag, 1. Dezember, um 15 Uhr geplant. Am 17. November werden Vertreter des Hochbauamts ab 14 Uhr vor Ort sein, um den interessierten Stadträten die Fassaden-Attrappe zu erklären. Dabei handelt es sich um ein 1:1-Modell der späteren Fassade mit allen technischen und optischen Originalbauteilen, das als kleiner Turm neben der künftigen Schule errichtet wurde und Aufschluss über die Ausführung der Fassade gibt.

Die Stadträte nahmen all die Informationen zur Kenntnis. Susanne Günther (Grüne) fand allerdings die beiden Besichtigungstermine für Ehrenamtliche, die ja in der Regel berufstätig seien, nicht sehr zielführend. Günther fragte außerdem nach, wie es denn mit der Benennung der Schule aussehe. Referatsleiter Karlheinz Wimmer betonte, das werde in Absprache mit dem Schulamt und der Schulfamilie geschehen. Die gebe es aber noch nicht, folglich sei es viel zu früh, sich darüber Gedanken zu machen. Bönigs Meinung: „Wichtig ist nur, dass sie dann nicht mehr Steinparkschulen heißen.“

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