Schulkinder an einer Straße
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Erhöhte Vorsicht ist ab heute wieder auf den Straßen geboten: Viele Schüler sind wieder zu Fuß, mit dem Bus oder per Rad unterwegs – darunter ABC-Schützen, die den Schulweg in den nächsten Tagen zum ersten Mal alleine gehen werden. (Symbolbild)

Schüler sind wieder unterwegs

Schulbeginn im Landkreis Freising: Polizei bittet alle Verkehrsteilnehmer um erhöhte Aufmerksamkeit

Wenn am Dienstag die Schule beginnt, werden wieder viele Schüler im Landkreis Freising unterwegs sein - darunter gut 1700 Erstklässler. Ein Appell der Polizei.

Landkreis – Sechs Wochen Sommerferien sind vorbei – am Dienstag beginnt die Schule wieder. 1765 Mädchen und Buben im Landkreis haben ihren ersten Schultag. Und sie werden in den nächsten Tagen erstmals auch ihren Schulweg alleine meistern. Die Schulanfänger als „schwächstes Glied“ im Straßenverkehr sind dabei besonders gefährdet und können auftretende Gefahren nur schlecht einschätzen. Hier sind die anderen Verkehrsteilnehmer gefordert, mit entsprechend erhöhter Aufmerksamkeit vorausschauend zu fahren.

Eltern haben mehrere Möglichkeiten, für einen sicheren Schulweg ihrer Kinder zu sorgen: „Der Schulweg sollte mit den Kindern wiederholt abgegangen werden und dabei auf Besonderheiten und gefährliche Situationen aufmerksam gemacht sowie situationsangepasstes Verhalten trainiert werden“, rät Freisings kommissarischer Polizei-Leiter Michael Ertl. Dabei sollte man den sichersten und nicht den zwangsläufig kürzesten Weg zur Schule nutzen. Querungshilfen wie Fußgängerampeln, Zebrastreifen und Fahrbahnteiler können eine Hilfe sein.

Was Eltern wissen sollten

Auch sei es laut Ertl sinnvoll, den Kindern die wichtigsten Regeln für Fußgänger zu erklären, „wobei es zu bedenken gilt, dass der Aufmerksamkeit eines Kindes Grenzen gesetzt sind“. So sollten sich Kinder vor dem Betreten der Fahrbahn vergewissern, ob sich von beiden Seiten kein Fahrzeug nähert. Danach soll die Fahrbahn zügig und auf dem kürzesten Weg überquert werden. Ganz wichtig: „Nicht hinter abgestellten Fahrzeugen oder anderen die Sicht einschränkenden Hindernissen auf die Fahrbahn treten“, erklärt Ertl. Ebenfalls ganz wichtig, damit die Kinder im Straßenverkehr besser gesehen werden: Besonders bei schlechtem Wetter oder Dunkelheit auffällige, farbige Kleidung tragen.

Eine Sache besonders wichtig

Der Polizei ist eine Sache besonders wichtig: „Schulanfänger sollten grundsätzlich nicht mit dem Fahrrad zur Schule fahren. Den Erfordernissen des Straßenverkehrs ist ein sechsjähriges Kind noch nicht gewachsen“, weiß Ertl. Auch die Fahrt mit dem Schulbus sollte im Vorfeld geübt und abgesprochen werden. Dabei sollte dem Nachwuchs erklärt werden, dass die Bushaltestelle kein Spielplatz ist und man niemals vor oder hinter dem haltenden Bus über die Straße laufen, sondern immer warten soll, bis der Bus abgefahren ist.

An die Verkehrsteilnehmer richtet die Polizei gleich mehrere Appelle: 1. Erwachsene sollten stets Vorbild im Straßenverkehr sein, da falsche Verhaltensweisen von den Kindern schnell aufgenommen werden. 2. Immer vorausschauend fahren und bremsbereit sein. 3. Erhöht wachsam sein. Kinder können Entfernungen und Geschwindigkeiten noch nicht richtig einschätzen.

Verstärkte Kontrollen zum Schulbeginn

Die Polizeiinspektionen Freising, Neufahrn und Moosburg werden zum Schulbeginn wieder verstärkt Überwachungsmaßnahmen, insbesondere an neuralgischen Punkten im Umfeld um Schulen und an den von Schülern stark frequentierten Schulwegen, durchführen. Hier werden vor allem Geschwindigkeitsmessungen und Kontrollen auf Gurtanlegepflicht, Kindersicherung im Fahrzeug, das Tragen von Schutzhelmen auf Motorrädern und das Verhalten an Bushaltestellen durchgeführt.  

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