Schulzentrum Wippenhauser Strasse

Mit Großküche und Dreifachturnhalle

Im Dezember 2016 war die Rahmenplanung für das Schulzentrum an der Wippenhauser Straße erstmals vorgestellt worden. Neben dem Neubau der Berufsschule, einer neuen Sporthalle und anderen Maßnahmen, die in den kommenden Jahren ein Mammutprojekt darstellen werden, waren noch einige Fragen offen geblieben. Die hat der Landkreis-Schulausschuss gestern behandelt.

Freising– Eine für alle Schulen an der Wippenhauser Straße gemeinsame Mensa wäre zwar wünschenswert, so haben die Gespräche mit den Schulleitungen ergeben. Das große Aber: So ein Mensagebäude müsste sinnvollerweise am Standort der jetzigen Berufsschule errichtet werden. Mit den Bauarbeiten könne also erst nach Abbruch der alten Berufsschule begonnen werden – und das sei zu spät. Stattdessen favorisiert man jetzt die Variante, in die neue Berufsschule eine Großküche zu integrieren, von der aus Wirtschaftsschule und FOS/BOS mit Mittagessen versorgt werden. Weiter geplant wird an einer Wohnanlage mit vier bis sechs Wohneinheiten, in die die Hausmeister einziehen sollen.

Noch nicht ganz geklärt ist die Frage, ob, wo und wie Blockschüler untergebracht werden. Die ursprüngliche Variante eines Wohngebäudes für 25 Schüler auf dem Areal an der Wippenhauser Straße dürfte jedenfalls nicht realisiert werden. Grund: Zum einen genüge eine ÖPNV-Anbindung, ein Standort auf dem Areal sei also nicht zwingend, zum anderen sei eine solche Unterkunft erst ab 100 Schülern wirtschaftlich zu betreiben. Nun werden Gespräche mit Kooperationspartnern (beispielsweise der Deula) folgen.

Keine Diskussionen gab es bei der Frage, ob statt der ursprünglich geplanten Zweifach-Sporthalle eine Dreifach-Turnhalle errichtet werden soll. Alle Schulleiter hatten das befürwortet.

Nichts wird es hingegen mit der Idee, auf dem Areal auch eine Kindertagesstätte zu bauen: Zum einen hatten die Schulen allesamt keinen Bedarf für solch eine Kita gesehen, zum anderen hatte die Stadt Freising dankend abgelehnt, die Trägerschaft für solch einen „Betriebskindergarten“ zu übernehmen.

Auch die Überlegung, ob die Fachoberschule und die Berufsschule nicht Werkstätten gemeinsam nutzen könnten, wurde gestern ad acta gelegt: Synergien seien, so haben intensive Gespräche ergeben, kaum zu erkennen, zumal die Werkstätten der Berufsschule praktisch immer belegt sein werden.

Auf Basis dieser Entscheidungen wird es nun einen städtebaulichen Entwurf und eine Bauleitplanung geben. Ein Mammutprojekt eben. zz

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