Bedrohlich hingen die Wolken über Freising: Pfarrer Peter Lederers Segen schien jedoch gewirkt zu haben – die Sonne setzte sich bald wieder durch. foto: RAINER LEHMANN

Fahrrad-Segnungen 

„Ein starkes und wichtiges Signal“

Egal ob Rennrad, E-Bike, Tourenrad, Holland-Rad oder Mountainbike: Am Samstagnachmittag holten sich zahlreiche Freisinger den Segen für ihren „Drahtesel“. Zum Saisonauftakt hatte der ADFC Kreisverband Freising zur traditionellen ökumenischen Radfahrersegnung auf den Marienplatz geladen. Schon zuvor hatte es für Radlpilger einen reise-Segen gegeben - vom Weihbischof höchstpersönlich. 

Freising – Egal ob Rennrad, E-Bike, Tourenrad, Holland-Rad oder Mountainbike: Am Samstagnachmittag holten sich zahlreiche Freisinger den Segen für ihren „Drahtesel“. Zum Saisonauftakt hatte der ADFC Kreisverband Freising zur traditionellen ökumenischen Radfahrersegnung auf den Marienplatz geladen.

Dass das Fahrrad schwer in Mode gekommen sei, das betonte der Vorstandssprecher des ADFC Freising, Moosburgs dritter Bürgermeister Michael Stanglmaier. Vor 200 Jahren sei das Zweirad erfunden worden. Doch es sei kein Verkehrsmittel der Vergangenheit, sondern der Zukunft. Dies erkenne man daran, dass in vielen Metropolen der Welt die Infrastruktur in Richtung Fahrradschnellwege ausgebaut würde. Auch die Stadt Freising sei seit einem Jahr Mitglied bei der „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern“, sagte zweite Bürgermeisterin Eva Bönig. „Radeln“ sei ein kleiner, aber ehrlicher Beitrag, den vom Flugverkehr verursachten Umweltbelastungen etwas entgegen zu setzen. Die Fahrradsegnung bezeichnete sie als „starkes und wichtiges Signal“. Öfter auf das Fahrrad zu steigen, trage dazu bei, Luftschadstoffe und Lärm zu reduzieren. Dass den Fahrbahnen in Zukunft noch mehr Fahrradstreifen „abgezwackt“ würden, das wünschten sich sicherlich die anwesenden Mitglieder des ADFC. Denn im aktuellen Tourenprogramm, das am Samstag verteilt wurde, werden wieder viele schöne Fahrten für die Pedalritter angeboten. Gottes segen für eine unfallfreie Saison erbaten die evangelische Pfarrerin Dorothee Löser und Stadtpfarrer Peter Lederer.

Die Radler am Domberg – unter ihnen Weihbischof Bernhard Haßlberger (2. v. l. ) – starteten frühmorgens. foto: Gleixner

Bereits am frühen Morgen hatte es einen „Reisesegen“ für Radfahrer gegeben – und zwar von Weihbischof Bernhard Haßlberger, der damit eine Schar von Radlpilgern auf den Weg nach München schickte - und gleich mitradelte. Die Radl-Wallfahrer waren eine von zahlreichen Gruppen, die sich an diesem Tag auf den Weg nach München machten, um den 100. Jahrestag der Einführung des Festtags der Patrona Bavariae zu feiern – der Schutzfrau Bayerns. Gleich nach dem Reisesegen im Domhof strampelten die Radlpilger auf dem Isarradweg nach München, machten dann einen kurzen Stop an der Kirche St. Johann Baptist in Ismaning – und stießen dann zu den rund 10 000 Pilgern aus ganz Bayern. 1917 war der Festtag zum ersten Mal in allen bayerischen Bistümern begangen wurde. In den vergangenen sechs Jahren kamen die bayerischen Gläubigen jeweils in einem anderen Bistum zusammen, um die Gottesmutter Maria um ihren Schutz und ihre Fürsprache zu bitten. So wie gestern.

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