Die neugewählte Vorstandschaft von Frieda & Ben: Peter Eschenbacher (Schriftführer), Elmar Ziegler (1. Vorsitzender) Monika Schöpfer (Schatzmeisterin) und Prof. Dr. Josef Phillip (2. Vorsitzender).
+
Die neugewählte Vorstandschaft von Frieda & Ben: Peter Eschenbacher (Schriftführer), Elmar Ziegler (1. Vorsitzender) Monika Schöpfer (Schatzmeisterin) und Prof. Dr. Josef Phillip (2. Vorsitzender).

Regelmäßige Treffen geplant

Seniorennetzwerk Frieda & Ben plant jetzt Stammtische in Freisings Stadtteilen

Er kommt wieder in Fahrt, der Verein Frieda & Ben. Und damit ein wichtiges Senioren-Netzwerk in Freising. Man hat auch schon eine neue Idee.

Freising - Langsam aber sicher läuft es jetzt auch wieder für das Freisinger Seniorennetzwerk Frieda & Ben e.V. an, denn die Corona-Pandemie hatte den Verein doch eingebremst. Bei der Jahreshauptversammlung am vergangenen Mittwoch im Heurigen gab es deshalb nicht nur Neuwahlen des Vorstands, sondern auch neue Vorschläge, um die Senioren des Landkreises auch zukünftig gut erreichen zu können.

Die Fakten

Der 2019 gegründete Verein für ein selbstbestimmtes Leben im Alter hat aktuell 97 Mitglieder, im Gründungsjahr waren es noch zehn weniger gewesen. 2020 war die Helferzahl kurzfristig sogar auf 151 gestiegen. Grund: Junge Menschen, darunter unter anderem Studenten, haben dem Verein in der Corona-Hochphase unter die Arme greifen wollen. Und auch die Stadt Freising zeigte sich solidarisch – sie zahlte die Mitgliedsbeiträge der temporären Helfenden. In der Rückschau gab es dann allerdings für den Verein ein seltenes Problem: Es gab damit mehr Unterstützende als Aufträge. Denn eines sei auch deutlich geworden, so das Vermittlungsteam: Die nachbarschaftliche Hilfe und das Zusammenhalten der Gesellschaft während der Pandemie sei erfreulicherweise sehr gut gewesen. Zwar hätte der Verein immer wieder darüber diskutiert, welche Leistungen außer Einkaufshilfen aufgrund der Corona-Einschränkungen noch machbar seien. Allerdings sei man laut dem Vorsitzenden Elmar Ziegler dann doch schnell aufgrund Selbst- und Fremdschutz auf jenen Konsens gekommen: „Wir müssen unser Angebot zurückfahren.“ Großen Anklang fand allerdings eine besondere Aktion des Vereins: das Schenken von Blumen und das Schreiben von Briefen an isolierte Heimbewohner, um zu zeigen, dass sie nicht vergessen sind.

Die Kooperation

Eine tolle Sache, so Ziegler, sei auch die neue Zusammenarbeit mit der Leni-Schwaiger-Stiftung, die Mitgliedspatenschaften für finanziell benachteiligte Menschen übernimmt. Dem Verein werden dafür jährlich 2500 Euro zur Verfügung gestellt und das für die nächsten drei Jahre.

Die Engagierten

Großen Dank sprach Ziegler auch seinem Vermittlungs-Team aus: Elisabeth Eckert-Vogel, Maria Hohlneicher-Kämmerling, Adelheid Pensieri und Franziska Dufter, die sich mit großem Engagement um die Sorgen der Anrufenden kümmern. Zurzeit allerdings drehen sich die meisten Anrufe um Fragen zur Mitgliedschaft und zum Verein selbst. Aber auch das laufe jetzt langsam wieder an: Jemand, der beispielsweise Hilfe beim Rasenmähen sucht, oder eine Dame, die mit jemandem reden möchte, solange ihr Sohn nicht daheim ist. Dass aktuell wenig los sei, sei laut Ziegler durchaus positiv zu bewerten: „Man muss froh sein, wenn es den Leuten gut geht.“

Die Zukunft

Dennoch wäre es zukünftig wichtig, sich regelmäßig persönlich zu treffen, also Helfende und Hilfesuchende, sagte Ziegler – zum Beispiel durch einen Frieda & Ben-Stammtisch. Dieser, so der Vorschlag der Schatzmeisterin Monika Schöpfer, sollte unbedingt einmal im Monat stattfinden und am besten wechselnd in den verschiedenen Stadtteilen stattfinden, sodass die Senioren diesen zu Fuß erreichen können. Auch Fachvorträge zu Themen wie pflegende Angehörige oder Sicherheit sollen bei den Treffen stattfinden.

Die Neuwahlen

Nach zwei Jahren Vereinsgründung standen am Mittwoch aber auch Neuwahlen ins Haus. Schnell war allerdings klar, dass die „Alten“ auch wieder die Neuen werden: Einstimmig wurde so Elmar Ziegler als 1. Vorsitzender und Dr. Josef Phillip als sein Vize gewählt. Monika Schöpfer wird sich für weitere zwei Jahre um die finanziellen Belange des Vereins kümmern, wie auch Peter Eschenbacher um die Niederschriften. Finanziell steht der Verein mit etwa 9400 Euro gut da, allerdings seien 2020 4000 Euro weniger Spenden eingegangen als noch 2019.

Frieda & Ben schaut dennoch positiv in die Zukunft und kann es kaum erwarten, dass es wieder richtig losgeht. „Ich freue mich sehr auf den Stammtisch- Und keine Angst: Wir spielen kein Schafkopf!“ so Ziegler.

Ebenfalls lesenswert: XXL-Schriftzug an Feuerwehrhaus lässt Emotionen hochkochen: Lokalpolitiker stinksauer - „Einfach nur greislig“

Übrigens: Alles aus der Region gibt‘s jetzt auch in unserem neuen, regelmäßigen Freising-Newsletter.

Das Landkreiswetter

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare