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Hitze sorgt in deutschen Regionen für Wasserknappheit - Wassermeister klärt über die Lage in Freising auf

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Von: Manuel Eser

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Trotz bundesweiter Hitze und Dürre sprudelt das Trinkwasser aus den Freisinger Hähnen. Florian Neumeier, Wassermeister der Freisinger Stadtwerke, betont, dass die Stadt nicht unter Wasserknappheit leidet. Die Kammern der Werke werden von den sieben Brunnen kontinuierlich mit dem kostbaren Gut befüllt.
Trotz bundesweiter Hitze und Dürre sprudelt das Trinkwasser aus den Freisinger Hähnen. Florian Neumeier, Wassermeister der Freisinger Stadtwerke, betont, dass die Stadt nicht unter Wasserknappheit leidet. Die Kammern der Werke werden von den sieben Brunnen kontinuierlich mit dem kostbaren Gut befüllt. © Lehmann

Aufgrund der Hitzewelle gibt es in Deutschland einige Regionen, in denen das Trinkwasser knapp wird. Und wie sieht es in Freising aus?

Freising – Es ist das kostbarste Gut auf der Welt: Wasser ist die Grundlage allen Lebens. Doch aufgrund großer Hitze und anhaltender Dürre funken auch in Deutschland bereits mehrere Regionen SOS, weil das Grundwasser – und damit auch das Trinkwasser – knapp wird.

Auch in Freising hat es in den vergangenen acht Wochen deutlich seltener und in viel geringeren Mengen geregnet als im Vorjahr. Das zeigen die Daten der Wetterstation Weihenstephan-Dürnast. Dennoch lautet die gute Nachricht von Florian Neumeier, Wassermeister der Freisinger Stadtwerke: „In Freising sind wir in der glücklichen Situation, dass wir nicht unter Wasserknappheit leiden.“ Dazu tragen verschiedene geologische Faktoren bei, zum Beispiel der Kalksandstein im Freisinger Erdreich, der eine hohe Durchlässigkeit aufweist und Wasser gut leitet.

Stadtwerke suchen nach geeigneten Gebieten für weitere Brunnen

Drei Flach- und vier Tiefbrunnen gewährleisten eine sichere Wasserversorgung für Freising. Damit das auch für künftige Generationen so ist, sind die Stadtwerke bereits intensiv auf der Suche nach geeigneten Gebieten für weitere Trinkbrunnen. „Wir führen derzeit verschiedene Erkundungsmaßnahmen im Freisinger und Kranzberger Forst durch“, berichtet Florian Neumeier. „Wir müssen schauen, wo wir Wasser mit der entsprechenden Qualität und in ausreichender Menge erschließen können.“

In Planung ist aber auch eine Generalsanierung und Erweiterung des Wasserwerks in Vötting. Dort sollen die Anlagen modernisiert und neu sortiert werden, um unter anderem die Kapazitäten der Flachbrunnen zu erweitern.

Klimawandel gefährdet Wassersicherheit

Denn der Klimawandel stellt die Wasserversorger schon vor große Herausforderungen. So gibt es bereits Untersuchungen, die zu dem Ergebnis kommen, dass sich mit der Klimaerwärmung auch das Grundwasser erwärmt, wie Florian Neumeier berichtet.

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Und auch die zunehmenden Starkregenereignisse bereiten ihm Sorgen: „Denn je mehr Starkregen auftritt, desto mehr Oberflächenabfluss gibt es, und desto weniger kann durchsickern.“

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