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Sie zeigen die gesamte Vielfalt des Kunsthandwerks: (vorne, v. l.) Maik Hildebrandt, Danya Kavousi mit Sohn Elvis, Reni Handlos und Petra Holzmann-El Helaly sowie (hinten, v. l.) Rolf Linke und Bernd Flassak stellen im Alten Gefängnis aus.

Ausstellung im Alten Gefängnis

So fantasievoll kann Handwerkskunst sein

Freising – Das neue Ausstellungsjahr im Alten Gefängnis geht gut los: „Hand – Werk – Kunst“ heißt es noch bis zum Sonntag. Sechs Handwerkskünstler und Kunsthandwerker stellen ihre Erzeugnisse aus. Weder der Fantasie noch den Materialien scheinen dabei Grenzen gesetzt.

Eine Garderobe aus einer Baumscheibe, Taschen aus Lederhosen, edler Schmuck, feine Keramik, Bilderzyklen und Objekte der Farbgestaltung, Teppiche vom Nomadenteppich aus dem Iran bis hin zu den „neuen Afghanen“ – die derzeitige Ausstellung im Alten Gefängnis wirkt auf den ersten Blick wie ein bunt zusammengewürfeltes Sammelsurium. Doch es gibt ihn, den roten Faden, der alle Ausstellungsstücke in den verschiedenen Räumen eint: Alle Werke kommen aus dem Landkreis und alle Exponate sind hochwertige Produkte der hohen Handwerkskunst. Ob das die inzwischen bekannten Stücke aus der Naturholzschreinerei von Rolf Linke sind oder die modernen, zeitgenössischen Orientteppiche von Danya Kavousi, ob das die Sachen zum Umhängen von Täschner Maik Hildebrandt oder der ganz besondere Unikatschmuck von Petra Holzmann-El Helaly (Safiro) ist, oder ob man vor der Keramik von Reni Handlos oder vor den Bildern von Farbgestalter Bernd Flassak steht – dass man echte Kunst vor sich hat, erkennt der Betrachter immer und sofort.

Bei der Vernissage am Samstag betonte Freisings Bürgermeisterin Eva Bönig, dass die Idee dieser Ausstellung seit Jahren „nicht gealtert“ sei. Denn alle Jahre wieder seien zwar im Wesentlichen dieselben Künstler vertreten, seien die Protagonisten also altbekannt, die Produkte seien aber jedes Jahr wieder neu und würden neue Einblicke und Eindrücke verschaffen. Die Ausstellung „Hand – Werk – Kunst“ sei laut Bönig ein weiteres Beispiel dafür, dass das Alte Gefängnis als Ort der Kunst inzwischen eine große Bedeutung für die Stadt, für den Landkreis und über die Landkreisgrenzen hinaus besitze.

Noch bis zum Sonntag, 15. Januar, besteht die Möglichkeit, sich Schmuck und Bilder, Taschen und Gefäße, Teppiche und Einrichtungsgegenstände der edlen Sorte anzusehen (und zu kaufen). Geöffnet ist „Hand – Werk – Kunst“ am Donnerstag und Freitag jeweils von 17 bis 19 Uhr und am Wochenende jeweils von 11 bis 18 Uhr. Am Donnerstag findet um 19 Uhr zudem eine Autorenlesung mit Andreas Schröfl aus seinem neuen Sanktus-Bier- und München-Krimi „Altherrenjagd“ statt.

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