Stadtkapelle Freising
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Triumphmarsch: Nach langer Zitterpartie konnte der „Sommer in der Stadt“ in der Luitpoldanlage am Freitag eröffnet werden. Umso fröhlicher klangen die Stücke der Stadtkapelle Freising. 

Für Besucher gilt 3G-Regelung

„Sommer in der Stadt“ hat begonnen: Organisator erleichtert - „vier Wochen nicht geschlafen“

  • Manuel Eser
    VonManuel Eser
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Nach langer Zitterpartie konnte am Freitag der „Sommer in der Stadt“ in Freising eröffnet werden. Besucher dürfen sich auf einen schönen, luftigen Park freuen.

Freising – Von „vier schlaflosen Wochen“ war die Rede und von einer „Zitterpartie“: Noch nie dürfte ein in Freising veranstaltetes Fest eine so dramatische Vorgeschichte gehabt haben wie der „Sommer in der Stadt“. Und so hatte schon die Eröffnung des Familienparks etwas von Happy End.

„Nach all dem Bangen und einer langen Zitterpartie freue ich mich, dass ich den „Sommer in der Stadt“ nun planmäßig eröffnen darf“, sagte Bürgermeisterin Eva Bönig bei der kleinen Eröffnungsfeier am Freitagnachmittag. Kurz zuvor hatte die Bürgermeisterin am Eingang zum Festgelände noch ein Band durchgeschnitten und damit den Weg für die kleine Besucher-Warteschlange frei gemacht. Normalerweise würden Bänder bei der Einweihung von Straßen durchschnitten, nicht zur Eröffnung von Festen. „Aber dieses Mal passt es. Wir geben einen Weg frei, der hoffentlich ein Stück weit wieder zu Normalität führt.“

Das Spiel seines Lebens

In dem historischen Biergarten, der liebevoll mit Traktoren und einer historischen Orgel dekoriert wurde, schmetterte die Stadtkapelle Freising die ersten Blasmusikstücke. Und die Münchner Böllerschützen, die normalerweise zur Münchner Wiesen vor der Bavaria Aufstellung beziehen, ließen die Luft erzittern. So laut, dass man fast nicht gehört hätte, wie Karl Kollmann ein gigantischer Stein vom Herzen gefallen ist.

Da bleibt kein Auge trocken: Erstmals übernahm Volksfestreferent Anton Frankl das Anzapfen des ersten Bierfasses. In der ersten Festhälfte gibt es Bier vom Hofbrauhaus, danach von der Staatsbrauerei Weihenstephan.

„Ich habe vier Wochen lang nicht geschlafen“, berichtete der Münchner Schausteller, der den Familienpark auf die Beine gestellt hat. „Ich gehe nicht ins Casino und bin auch so überhaupt kein Spieler. Aber das hier war das größte Spiel, auf das ich mich in meinem Leben je eingelassen habe.“ Denn der 35-Jährige war erheblich in (finanzielle) Vorleistung gegangen. Um rechtzeitig starten zu können, hatte er mit dem Aufbau bereits begonnen, noch bevor die Genehmigung des Landratsamts da war. „Dank der Unterstützung aller haben ich und die anderen Schausteller hier gewonnen.“

Stadt-Vertreter werden beim Landratsamt vorstellig

Denn eine Stunde, nachdem Markus Söder am Dienstag um 13 Uhr die neue Infektionsschutzverordnung vorgestellt hatte, in der die Inzidenz nur noch eine geringfügige Rolle spielt, wurden die Bürgermeisterin, Volksfestreferent Anton Frankl und Adrian Gewald vom städtischen Ordnungsamt bereits im Landratsamt vorstellig. „Dort haben wir gemeinsam alles durchgefieselt, was Söder gesagt hat“, berichtete Bönig. „Wir sind froh, dass wir jetzt eine tolle Alternative zu unserem Volksfest haben, bei dem der Fokus auf Familienfreundlichkeit liegt.“

Schön und luftig ist er geworden, der „Sommer in der Stadt“. Auf 19 000 Quadratmetern warten neben dem Biergarten attraktive Fahrgeschäfte und vielseitige Genussstände auf die Besucher. Der „Freak“ dreht seine schwindelerregenden Runden, ein Kinder-Zug ist passgenau auf den Achterbahn-Nachwuchs ausgerichtet, und auch Karussells für Jung und Alt dürfte für vergnügliches Johlen sorgen.

Für Besucher gilt die 3G-Regelung

Für den Besuch des Parks gilt die 3G-Regel, wobei sich Kinder unter sechs Jahren und Schüler nicht auf Corona testen lassen müssen. Maskenpflicht gilt nur im Wartebereich der Fahrgeschäfte. Tests sind nach Anmeldung am benachbarten Zentrum möglich oder ohne Termin beim Sanitätsdienst Harrer (vor der Stadtbibliothek). Dank 3G-Regelung konnte Kollmann die Maximalzahl an Besuchern von 1000 auf 1600 aufstocken. Eine Ampel auf der Facebook-Seite „Freisinger Sommer in der Stadt“ zeigt die aktuelle Auslastung an.

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