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Kooperieren für das „Sommer Wunder“: (v. l.) Vipo Maat (Uferlos), Odilo Zapf (Musikschule), Fritz Andresen (Stadtjugendpflege), Thomas Sedlmeier (Uferlos), Susanne Günther (Kulturreferentin) und Ingo Bartha (Kulturamt) im Freisinger Amtsgerichtsgarten.

Open Air

Freisinger „Sommer Wunder“: Organisatoren gelingt für Konzertreihe besonderer Coup

  • Armin Forster
    vonArmin Forster
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Im Rahmen einer besonderen Kooperation haben mehrere Freisinger Organisatoren in kürzester Zeit ein Open-Air-Kulturfest auf die Beine gestellt - und einen Coup gelandet.

Freising – In einer großen Hauruck-Aktion haben Kultur-Beauftragte der Stadt Freising, der Musikschule, der Stadtjugendpflege und der Uferlos GmbH ein beachtliches Bühnenprogramm für die kommenden Wochen auf die Beine gestellt. Unter dem Titel „Freisinger Sommer Wunder“ sollen von 9. bis 26. Juli Konzerte, Kabarett und ein Kinderprogramm im Amtsgerichtsgarten sowie am Lindenkeller stattfinden (wir berichteten). Da der Vorverkauf schon an diesem Donnerstag startet, wurde am Mittwoch das Programm vorgestellt.

Alle Verantwortlichen waren sich einig, dass es eine Kooperation in dieser Konstellation und so pragmatischen wie fruchtbaren Zusammenarbeit in Freising noch nicht gegeben habe. Angeregt von einer Anfrage der Grünen Stadtratsfraktion habe sich das Kulturreferat das Konzept überlegt, berichtete dessen Leiter Ingo Bartha. „Normal kommt ja jetzt die Zeit, in der jedes Wochenende viele Veranstaltungen geboten sind.“ Weil heuer wegen Corona alles anders sei, versuche die Stadt nun als Hauptveranstalter, gemeinsam mit den genannten Partnern die Lücke zu füllen.

Der Auftrittsplan hält gleich am ersten Wochenende (9. bis 12. Juli) Hochkaräter bereit: Zum Auftakt am Donnerstag gibt’s im Lindenkeller-Biergarten ein Kabarett-Best-of von Michael Altinger. Es folgen im Amtsgerichtsgarten Improtheater von Bühnenpolka (Freitag), Weltmusik von Luz Amoi (Samstag) sowie eine Jazz-Matinee mit dem Annette Neuffer Quintett feat. Elias Prinz und Ida Koch (Sonntag). Um allen Generationen etwas anzubieten, treten Sonntagnachmittag noch Johanna Weinberger und das Hurra Musiktheater für Kinder auf.

Sogar das Münchner Kammerorchester kommt

Die Programmpunkte an den übrigen zwei Wochenenden können sich ebenfalls sehen lassen: Von Poetry Slam über Pop und Folk bis hin zu Klassik ist auch die Genre-Vielfalt breit. Die vielen guten Kontakte im Team haben dazu geführt, dass unter anderem die NouWell Cousines (23. Juli) aus der populären Well-Familie ihr Kommen zugesagt haben, aber auch das Münchner Kammerorchester (18. Juli) verpflichtet wurde. 

Musikschulleiter Odilo Zapf erklärte, wie letzteres Gastspiel, ein besonderer Coup, zustande kam: „Der Konzertmeister des Kammerorchesters, Daniel Giglberger, ist ein alter Freisinger. Ich hatte in der Corona-Zeit immer wieder Kontakt mit ihm, und wie alle Musiker sehnte auch er sich danach, die Saure-Gurken-Zeit zu beenden.“ Schließlich habe Giglberger einen Auftritt zugesagt – was, so war man sich in der Runde einig, für Freising „normal nicht so leicht geklappt hätte“. Wie Zapf ergänzte, übernehmen die Musikschul-Ensembles an allen Wochenenden eine Art Vorband-Rolle.

Die Anzahl der Zuschauer ist auf 100 bis 150 begrenzt

Die Bestuhlung im Amtsgerichtsgarten ist für bis zu 150 Teilnehmer geplant. Die Verantwortlichen richteten dabei eine Bitte an die Besucher: Wer gemeinsam sitzen möchte, sollte auch gemeinsam Karten kaufen. Das helfe bei der Bestuhlung. Im Lindenkeller will man mindestens 100 Plätze ermöglichen. Um in Zeiten von Corona Menschentrauben zu vermeiden, ist beim „Sommer Wunder“ unter anderem Bewirtung direkt am Platz geplant. Die Maskenpflicht gilt beim Betreten des Geländes und entfällt während der Auftritte.

Da die Besucherzahlen limitiert sind, wird verstärkt auf den Vorverkauf verwiesen. Dieser läuft ab Donnerstag, 2. Juli, unter www.sommerwunder.de sowie montags und mittwochs (10 bis 18 Uhr) in der Ziegelgasse 9 (Büro Uferlos GmbH). Eventuelle Restkarten gibt es an der Abendkasse. Die Veranstaltungen werden nur bei sehr schlechtem Wetter abgesagt oder verschoben – die Besucher erhalten dann eine kurzfristige E-Mail.

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