Eine Hamburgerin und ein Freisinger spielen „Gretchen89ff“: Leonie Fuchs und Stephan Leitmeier.
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Eine Hamburgerin und ein Freisinger spielen „Gretchen89ff“: Leonie Fuchs und Stephan Leitmeier.

Stück „Gretchen 89 ff“

„Sommerwunder“: Theaterspieler versprechen „zwei Stunden voller humorvoller Einblicke“

  • Andreas Beschorner
    VonAndreas Beschorner
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Im Rahmen des „Sommerwunders“ wird auch Theater gespielt. Ein Schauspiel-Duo verspricht, aus einer schweren Tragödie einen heiteren Abend zu machen.

Freising – Am Samstag, 17. Juli, feiern Stephan Leitmeier und Leonie Fuchs mit dem Zwei-Personen-Stück „Gretchen 89ff“ von Lutz Hübner Premiere. Beim „Sommerwunder“ im Amtsgerichtsgarten wollen sie unter der Regie von Steffi Baier, die in Nandlstadt den „Brandner Kaspar“ inszeniert hat, zeigen, wie man mit der Schlüsselszene aus einer Tragödie von Weltformat – Goethes „Faust“ – einen skurrilen, humorigen Theaterabend gestalten kann. Das Freisinger Tagblatt hat mit den Darstellern geredet – Gretchenfragen eben.

Ein Freisinger und eine Hamburgerin spielen „Gretchen89ff“. Wie kam es denn dazu?

Leonie: Stephan und ich haben uns 2019 bei den Proben für die Deutschlandtournee der „Schneekönigin“ kennengelernt und uns sofort supergut verstanden. Schon damals hatten wir die Idee, dass wir gerne mal zusammen ein Zwei-Personen-Stück spielen würden.
Stephan: Nach der Tournee kam dieser Gedanke sofort wieder hoch und mit Steffi Baier kam dann zu Freising und Hamburg auch noch der Irschenberg dazu. Steffi und ich kannten uns bereits vom „Brandner Kaspar“, der im April 2020 in Nandlstadt aufgeführt werden sollte. Nachdem die Endproben wegen eines fiesen kleinen Virus abgesagt werden mussten, waren wir uns einig: „Ohne Theater? Das geht definitiv nicht!“ Steffi war sofort begeistert, als ich ihr von unseren Plänen erzählt habe.

Wie lange dauerten die Proben und Vorbereitungen? Es hört sich nach sehr viel Text an.

Stephan: Ziemlich genau ein Jahr. Von der Leseprobe bis jetzt haben wir in mehreren Blöcken geprobt. Da das Stück aus in sich abgeschlossenen Szenen besteht, konnten wir uns immer auf bestimmte Szenen konzentrieren.
Leonie: Ja, es ist eine Menge Holz, aber wir hatten ja auch viel Zeit. Wenn man bedenkt, dass das Stück 90 Minuten dauert, kann man sich das Textpensum ungefähr vorstellen. Da wir 19 verschiedene Rollen spielen, war und ist aber nicht nur das eine Herausforderung, sondern besonders der schnelle Wechsel zwischen den einzelnen Figuren.

Wo habt ihr geprobt?

Stephan: Wir haben in Nandlstadt geprobt und sind Pfarrer Stephan Rauscher sehr dankbar, dass er uns mit einem Probenraum unterstützt hat. Zudem hat es uns die Gemeinde Attenkirchen ermöglicht, auf der Bühne im Bürgersaal unseren Intro-Film zu drehen.

Ist eine Premiere in Freising etwas Besonderes für einen Freisinger?

Stephan: Aber zu 100 Prozent – sogar ganz, ganz besonders. Mit diesem Projekt, in dem ein Jahr Arbeit und Herzblut steckt, jetzt die Premiere in meiner Heimatstadt spielen zu dürfen, ist ein großes Geschenk. Noch dazu im wunderschönen Amtsgerichtsgarten in direkter Nähe zu meinem geliebten Asamtheater. Als ich im letzten Jahr beim Sommerwunder war, habe ich mir damals schon gedacht, wie toll es wäre, hier „Gretchen 89ff“ zu spielen.
Leonie: Wir haben nach einer der letzten Proben einen gemeinsamen Spaziergang zum Amtsgerichtsgarten gemacht, und ich freue mich schon sehr auf diesen besonderen Veranstaltungsort. Freilichttheater an einem Sommerabend hat stets einen besonderen Charme!

Und was erwartet die Zuschauer? Kann man das in drei Sätzen zusammenfassen?

Leonie: Zwei Stunden voller humorvoller Einblicke in die wunderbare und bunte Welt des Theaters.
Stephan: Ein Feuerwerk an skurrilen, liebenswert und amüsant gestalteten Theaterfiguren, nach dem die Zuschauer vielleicht einen etwas anderen Blick auf das Theater haben – oder sogar auch auf „Faust“.
Leonie: Das waren jetzt aber nur zwei Sätze!
Stephan: Stimmt! Dann ein dritter Satz: Wer wissen will, was ihn erwartet, wann wir wo zukünftig spielen und vieles mehr, findet das auf unserer Facebook-Seite „Gretchen89ff“. Wir freuen uns über ein Liken und Folgen!
Leonie: Jetzt ist es einer zu viel. . .

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