Als Vorbilder der Bürger bekamen Franz Jungwirth, Hilde Meindl und Wolfgang Kiechle von OB Tobias Eschenbacher (v. l.) die Stadtmedaille übergeben.

Stadtmedaille an Ehrenamtliche verliehen

„Die Stadt reich beschenkt“

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Freising - Sie seien „drei besondere Menschen“, sagte der Oberbürgermeister, „Vorbilder für Bürgersinn und Gemeinschaftsgeist“. Und dafür bekamen sie am Dienstag die Stadtmedaille verliehen.

„Sie packen an, ohne dafür aufgefordert zu werden“, sie hätten mit ihrem Engagement „unsere Stadt reich beschenkt“. OB Tobias Eschenbach fand viele lobende Worte für die drei Persönlichkeiten, die er im großen Sitzungssaal des Rathauses mit der Stadtmedaille auszeichnete. „Ladies first“: Deshalb bekam Hildegard Meindl an jenem Abend die erste Medaille samt Urkunde ausgehändigt. Meindl, seit 40 Jahren im Seniorentreff St. Lantpert engagiert, 1975 Mitbegründerin der KAB Lerchenfeld, außerdem eine der Sprecherinnen der Agenda 21-Gruppe „Seniorinnen und Senioren“, trage mit „Tatendrang, Ideenreichtum und Energie“ wesentlich zum Zusammenhalt der Stadtgesellschaft bei, lobte der OB. Meindl sei einfach „beispielgebend“. 

Meindl war stolz auf die Auszeichnung, gestand aber, dass sie vor einem großen Problem gestanden habe, als sie die Einladung bekam: „Was zieht man denn da an?“ Dieses Problem hatte Franz Jungwirth nicht: Der Alt-Bezirkstagspräsident habe sich, so sagte Eschenbacher in der Laudatio, um Freising sehr verdient gemacht. Jungwirth, seit 1970 ein Freisinger, 1978 zum CSU-Kreisvorsitzenden gekürt, 1978 zum Kreisrat gewählt und dort gleich Fraktionsvorsitzender der CSU, wurde 1982 zum ersten Mal in den Bezirkstag gewählt, war seit 2000 bis zu seinem Ausscheiden 2008 dessen Präsident. Die Stadtmedaille hat sich Jungwirth vor allem deshalb verdient, weil unter seiner Ägide der im Dornröschenschlaf schlummernde Schafhof, der 2001 geschlossen worden war, als internationale Begegnungsstätte für Künstler mit neuem Leben erfüllt worden sei. Jetzt sei er „ein internationales Aushängeschild“ für Freising, sagte der OB. 

Jungwirth, der betonte, man solle sich dort, wo man wohne, auch engagieren, versicherte, durch Kommunalpolitik gewinne man sehr „an der Breite des Wissens“. Gewonnen habe laut OB die Stadt Freising durch den Mann, der am Dienstag ebenfalls die Stadtmedaille bekam: Wolfgang Kiechle, vier Jahrzehnte lang Kirchenmusikdirektor auf dem Domberg. Der OB: „Was Sie für die Kirchenmusik auf dem mons doctus und für das musikalische Miteinander von Stadt Freising und Domberg geleistet haben, verdient höchste Anerkennung.“ Diverse Ensembles habe Kiechle gestärkt und gegründet, die Konzertreihe der Freisinger Dommusik aus der Taufe gehoben, als „Stimme des Dombergs“ gegolten, und als Leiter des Domchors und Domberg-Kammerorchesters den Kulturpreis des Landkreises erhalten. Kurz: „Sie waren für den Domberg und die Stadt ein Glücksfall“, würdigte Eschenbacher den Mann, der vor kurzem in Ruhestand gegangen war. Kiechle selbst fand die Stadtmedaille „eine tolle Ehrung“, die seiner Verabschiedungstour in den vergangenen Monaten „die Krone aufsetzt“. Er sei froh, kulturelle Brücken zwischen Domberg und Stadt gebaut zu haben.

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