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Die gesamte „Familienplanung“ der Freisinger Störche verfolgte und dokumentierte der Freisinger Fotograf He rbert Bungart vor einem Jahr – vom ersten Turteln übers Nestbauen bis hin zum Füttern des Nachwuchses. 

Freude bei Tierschützern

Störche zurück in Weihenstephan: „Fliegerhorst“ Freising ist wieder besetzt

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Darauf haben Naturschützer ewig gewartet: Jahrelang blieb das präparierte Storchennest in Weihenstephan leer. 2018 ließen sich die ersten Wildvögel nieder - und sind jetzt zurück.

Freising – Seit Mitte Mai war im vergangenen Jahr ein Storchenpaar auf dem Dach der Forschungsbrauerei Weihenstephan am Turteln und Nestbauen. Dann stellte sich sogar Nachwuchs ein. Und heuer? Wieder ist ein Storchenpaar in dem Nest gelandet.

Hektisches Treiben hat eingesetzt. Während einer der Störche offenbar brütet, ist der zweite auf Nahrungssuche. Ob es sich allerdings um das Paar vom vergangenen Jahr handelt, ist nicht ganz sicher: Die Rückkehrer aus dem Süden suchen sich einfach ein freies Nest – und nehmen dann einfach Platz, wo auch immer.

Naturschützer haben Nest vor Jahren angelegt

Die Freisinger Störche sind in jedem Fall etwas Besonderes, denn der Horst auf dem Dach der Forschungsbrauerei wurde vom Bund Naturschutz extra angelegt, damit sich die Wildvögel dort ansiedeln können. Zunächst mussten Dach und Nest weiß bespritzt werden, um den Vögeln ein benutztes Nest vorzutäuschen. 

Im Landeanflug aufs Nest. Wieder ist der Horst in Weihenstephan besetzt. Ob’s bald Nachwuchs gibt?

Trotzdem dauerte es Jahre, bis dort Störche nisteten – zum ersten Mal war das 2018 der Fall. Dabei entstand auch die Fotoserie des Freisinger Fotografen Herbert Bungartz, der die „Familienplanung“ der Störche über Wochen verfolgte und dokumentierte.

Renovierungsarbeiten stören Störche nicht

Jetzt hofft man auf Nachwuchs. Wie weit die Störche dabei sind, lässt sich nicht exakt sagen. Allerdings ist man bei der Kreisgruppe des Landesbunds für Vogelschutz schon froh, dass sich die Störche nicht durch die gerade laufenden Renovierungsarbeiten auf dem Dach stören lassen, wie der stellvertretende Vorsitzende der Vogelschutz-Kreisgruppe, Hans-Jürgen Unger, sagt. „Wir hoffen alle sehr, dass die Störche bleiben und sich nicht vertreiben lassen.“

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