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Studio Asam: Zwei Freisingerinnen haben Online-Galerie für Kunsthandwerk ins Leben gerufen

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Von: Andreas Beschorner

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Schön und praktisch: Studio Asam bietet Kunsthandwerk, das „erlebbar“ sein soll – zum Beispiel die Schalen und Schüsseln der Keramikerin Barbara Butz.
Schön und praktisch: Studio Asam bietet Kunsthandwerk, das „erlebbar“ sein soll – zum Beispiel die Schalen und Schüsseln der Keramikerin Barbara Butz. © Ballasus

Zwei Freisinger Frauen haben in der Pandemie eine Online-Galerie für Kunsthandwerk ins Leben gerufen. Ein Markt und ein Forum für die schönen Dinge des Lebens.

Freising – Wer – gerade in Freising – den Namen Asam hört, der denkt an Kunst. An den Mariendom, an das Asamtheater. Seit einigen Wochen ist der Name Asam aber auch mit aktueller Kunst verbunden: „Studio Asam“ heißt eine Online-Galerie samt Online-Shop. Gegründet wurde sie von den beiden Freisingerinnen Isolde Bazlen und Katharina Eser.

Es ist eine Idee, die aus der Corona-Not heraus geboren wurde, wie Katharina Eser dem Freisinger Tagblatt erzählt: Galerien geschlossen, Kunsthandwerkermärkte gab es nicht, Ausstellungen abgesagt. Was tun? Bazlen und Eser hatten die Idee, hochwertiges Kunsthandwerk online auszustellen und zu verkaufen. Teils sprach man die Künstlerinnen und Künstler selbst an, teils meldeten die sich bei dem Duo. Und so entstand eine virtuelle Galerie. Ihr Name: studio-asam.de.

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Gemeinsam ist allen Objekten, dass sie Produkte des Kunsthandwerks sind. Oder anders ausgedrückt: „Dinge, die man sich ins Haus stellen kann“, erklärt Eser. Dinge, die im weitesten Sinn zur Tischkultur gehören. Sie sind mal aus Metall, mal aus Keramik, aber auch aus Holz und Papier: Schüsseln, Kerzenständer, Körbe.

Isolde Bazlen (l.) und Katharina Eser von Studio Asam
„Sprung zur Innovation“: Isolde Bazlen (l.) und Katharina Eser haben Sudio Asam ins Leben gerufen. © Parzinger

„Wir präsentieren in unserer Galerie schöne Gegenstände, die den Alltag bereichern – und zugleich funktional sind“, sagt Eser. „Wir finden, dass gutes Kunsthandwerk die Kunst demokratisiert. Für uns gehört sie derselben Disziplin an. Kunsthandwerklich gefertigte Objekte können wir mit nach Hause nehmen. Wir können sie betrachten, berühren, benutzen und beobachten, wie sie uns und unseren Alltag beeinflussen“, so das Credo der beiden Macherinnen.

Studio Asam soll nicht nur virtuell existieren

Denn, so ist es auf der Homepage nachzulesen: „Die Arbeit kultur- und kreativwirtschaftlicher Kunsthandwerker und Kunsthandwerkerinnen dringt tief in unseren Alltag ein. Die Objekte, die von ihnen geschaffen werden, bieten ein optisches, haptisches und praktisches Erlebnis. Das Kunsthandwerk beruft sich auf die teilweise Jahrtausende alten Techniken, die bis heute verwendet werden, und schafft gleichzeitig den Sprung zur Innovation.“ Qualitätvolle Objekte von hohem künstlerischen Anspruch – das ist also das Metier und die Ausrichtung von Studio Asam. Fast alle Künstler und Kunsthandwerker sind Akademie-Absolventen, ihre Objekte des Alltags wollen sowohl ästhetisch überzeugen als auch ihre Funktion erfüllen.

Bazlen und Eser denken aber schon weiter: Zum einen wollen sie noch mehr Kunsthandwerker in ihre Online-Galerie aufnehmen, zum anderen wird es wohl ab 2022 einen Blog geben. Und dann denkt man auch an Pop-up-Stores, wird als Studio Asam auch selbst auf Kunsthandwerkermärkten vertreten sein.

Gründerinnen mit viel Kunst-Sachverstand

Die Gründerin Isolde Bazlen arbeitet seit 30 Jahren mit Kunsthandwerkern. Sie konzeptioniert die Ausstellungsgestaltung der Danner-Preise und auch die Präsentation der Objekte der „Talente“ auf der internationalen Handwerksmesse in München. Katharina Eser hat in München Kunstgeschichte studiert. Sie hat jahrelang in der Sammlung Goetz in München gearbeitet und dort unter anderem die Kunstvermittlung aufgebaut.

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