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SUP-Verbot an Pullinger Seen - Verleiher wehrt sich: „Wir lassen uns das nicht gefallen“

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Von: Anna Schwarz

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Offiziell ist Stehpaddeln und SUP-Yoga am Pullinger Weiher verboten.
Offiziell ist Stehpaddeln und SUP-Yoga am Pullinger Weiher verboten. © dpa (Symbolbild)

Armin Ammer kämpft gegen das Paddel-Verbot an den Pullinger Seen und hat in der kommenden Woche einen Termin mit Freisings OB Tobias Eschenbacher. Ammers Botschaft: „Wir lassen uns das nicht gefallen.“

Freising – Der Hintergrund: Armin Ammer von der Paddel-Station Neufahrn will am Pullinger Weiher Stand-Up-Paddleboards verleihen, allerdings verbieten das die Stadt und der Münchner Erholungsflächenverein, dem der See gehört. Denn mit den Boards könnten die Paddler vor allem Kinder verletzen – seit Monaten dauert der Streit an. Außerdem sei es laut Satzung verboten, „gewerbliche Leistungen“ an den Pullinger Seen anzubieten, sagt Robert Zellner von der Stadt.

Stadt Freising: „Am Pullinger Weiher haben die Schwimmer einfach Vorrang“

Armin Ammer kämpft für eine Paddel-Station am Pullinger Weiher.
Armin Ammer kämpft für eine Paddel-Station am Pullinger Weiher. © Privat

Doch nach dem Bericht im FT hat Armin Ammer enormes Feedback für seine Idee bekommen – viele Leser reagierten im Internet mit Galgenhumor, sprachen von übertriebenen Sicherheitsmaßnahmen der Stadt: „Das hat gezeigt, dass viele hinter uns stehen – das werde ich dem Bürgermeister sagen.“

Ammer will den Druck auf Stadt und Erholungsflächenverein erhöhen

Vor Kurzem ist Ammer, der eigentlich Finanzberater ist, auf den Oberbürgermeister zugegangen. Was er sich von dem Gespräch erhofft? „Das Beste wäre natürlich, dass wir am Pullinger Weiher eine Verleih-Station aufmachen können.“ Zellner empfiehlt hingegen, dass Ammer seine Paddelstation an den Starnberger-, Ammersee oder in den Moosburger Aquapark verlegt – da seien die Boards erlaubt: „Am Pullinger Weiher haben die Schwimmer einfach Vorrang, als nächstes kommt jemand mit seinem Segelboot.“

Ammer hingegen geht es nun darum, „den Druck auf Stadt und Erholungsflächenverein zu erhöhen“. In der Vergangenheit habe er sich wegen des Paddel-Verbots bereits beim Geschäftsführer vom Münchner Erholungsflächenverein, Jens Besenthal, gemeldet, aber: „Ich hab da keinen Rückruf bekommen.“

Dem Erholungsflächenverein stehe er kritisch gegenüber und fragt: „Warum gibt die Stadt Freising den See eigentlich an einen Verein weiter?“ Robert Zellner antwortet: „Das war eine Stadtratsentscheidung“ und: „Der Erholungsflächenverein bekommt öffentliche Gelder, um die Seen herzustellen.“ 

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Paddler-Stammtisch

Die Gegner des Paddel-Verbots treffen sich am Montag, 29. Oktober, um 18 Uhr bei „Der Grieche am Freizeitpark“ in Neufahrn.

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