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Stolz auf ihre Jungs sind Martin Gaissmaier (hinten, l.) und Teamexperte und Juror Johannes Gaugel (hinten, r.), die Vitus Pischlinger und Michael Schmidt (vorne, l.) in Abu Dhabi unterstützen und betreuen werden.   

„Team Gaissmaier“ bei der Landschaftsgärtner-WM dabei

Das wird ganz heiß in Abu Dhabi

Jetzt wird’s ernst für die beiden Landschaftsgärtner Vitus Pirschlinger (21) und Michael Schmidt (20) vom Ausbildungsbetrieb Gaissmaier in Freising: Am Mittwoch, 11. Oktober, fliegen sie nach Abu Dhabi, um sich dort bei den „WorldSkills“, der Berufe-WM, mit der Weltspitze zu messen.

Freising Hinter Vitus und Michael liegen vier Trainingswochen, die sie zur Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft an der Deula in Freising absolviert haben. Vom Sonntag, 15., bis Mittwoch, 18. Oktober, den vier Wettbewerbstagen, sind dann volle Konzentration, Nervenstärke, perfektes Zeitmanagement und Zusammenspiel sowie höchste fachliche Präzision gefordert.

In Abu Dhabi treten 76 Länder in 51 Berufen (Skills) gegeneinander an. Rund 100 000 Besucher werden zu den Wettbewerben erwartet. Das Team Germany steigt dieses Jahr mit 42 Frauen und Männern in 37 Einzel- und Teamwettbewerben gegen die Besten der Welt in den Ring.

Die große Unbekannte: die Wettbewerbsaufgabe, für die die Teilnehmer 22 Stunden Zeit haben. „Das modulare aBewertungssystem mit 50 Prozent subjektiven und 50 Prozent objektiven Kriterien (Vermessungspunkte) bedeutet, dass jeden Abend entsprechende Gartenmodule gewertet werden“, erläutert Teamexperte und Juror Johannes Gaugel. Am letzten Tag werden die Gewerke bepflanzt und dann fliegen erfahrungsgemäß die Pflanztöpfe und Schaufeln nur so durch die Luft. Alle Teams stehen dann unter enorm hohem Zeitdruck – ein spannendes Finish mit Gänsehautfeeling.

Mental fühlen sich Vitus Pirschlinger und Michael Schmidt fit. Schließlich haben die beiden in dieser Konstellation schon zwei Mal den bayerischen Landestitel und einmal die Deutsche Meisterschaft im Garten- und Landschaftsbau, den Landschaftsgärtner-Cup, gewonnen. Inzwischen können Pirschlinger und Schmidt mit Stress und Zeitdruck umgehen: „Durch die Übungswochen bekamen wir sehr viel Routine, das gibt uns Sicherheit und wir hoffen, dass wir mit dem Zeitlimit nun gut klar kommen“, sagen die beiden. „Dadurch, dass die Wettbewerbsaufgabe nicht bekannt ist, finden wir, dass es dieses Mal ein echter Wettkampf ist, weil Training alleine hier nicht weiterhilft, sondern vor allem Köpfchen, ein breites Fachwissen und Flexibilität gefragt sind. Kein Team kann etwas Einstudiertes abliefern, das kommt uns entgegen“, darin sind sich Pirschlinger und Schmidt einig.

Die Eltern, der ehemalige Experte und Ausbilder Martin Gaissmaier sowie seine beiden Brüder Friedhold und Josef Gaissmaier werden als mitfiebernde Fans vor Ort mit dabei sein. Und im Gepäck, zumindest bei Vitus und Michael, sind Lederhosen.

In jedem Fall wird es auch eine Hitzeschlacht werden. Mit Temperaturen bis 40 Grad Celsius muss nämlich in der Wüsten-Metropole in Abu Dhabi auch noch im Oktober gerechnet werden.  ft

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