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Jubel, Trubel, Heiterkeit: Thomas Huber, Rosmarie Wiesheu und Elfriede Mayr (v. l.) gehen in ihren Rollen richtig auf.

Dreiakter „Cola, Cash und Kaugummi“

Theaterfreunde Tüntenhausen feiern umjubelte Premiere

Tüntenhausen – Bürgermeisterin Eva Bönig geriet regelrecht ins Schwärmen: Sie habe es nicht bereut, nach Tüntenhausen gefahren zu sein – ein dickes Kompliment an die Adresse der Theaterfreunde aus Tüntenhausen, die am vergangenen Wochenende mit dem heiteren Dreiakter „Cola, Cash und Kaugummi“ in die diesjährige Theatersaison gestartet sind.

Die Premiere des vor Pointen nur so strotzenden Stücks am Samstagabend ließ keine Wünsche offen, die Laiendarsteller liefen zur Höchstform auf. Allen voran Bürgermeister Anton Knackig (Johannes Lenkl) und sein Stellvertreter Johann Klemmer (Christoph Radon), die in Schmalbach auch gerne mal zum Eigennutz regieren. In der Gastwirtschaft Zum alten Seewirt lassen sie sich täglich ihr Freibier samt kostenlosen Weißwürsten munden. Ganz klar, dass sie von den Plänen der neuen Pächterin Sabine (Steffi Reindl), aus dem Schuppen ein modernes Bistro zu machen, nicht begeistert sind. Zu allem Überfluss präsentiert ihnen die neue Wirtin auch noch hochtrabende Pläne, den See touristisch zu erschließen. Die Freunde der Wirtin – Marco (Thomas Huber), Tomy (Thomas Kreitenweis) und Karin (Christina Brumer) – wollen nämlich an der naturgeschützten Uferzone einen Wakeboard-Infopoint samt „Happy-Familiy-Diving-Center“ errichten. Das geht ja gar nicht! Denn wenn es nach Art der Rathausherren geht, sollen die Frauen gefälligst zu Hause bleiben und kochen. Und überhaupt: Alles „amerikanischer Firlefanz“.

Derweil hegen aber die Bürgermeistergattinnen Lieselotte Knackig (Maria Schuhbauer) und Klara Klemmer (Birgitt Schröter) sowie Rathaussekretärin Rosemarie Knöpfle (Rosmarie Wiesheu) samt Gemeinderätin Gisela (Elfriede Mayr) Pläne, im Seewirt ein „Begegnungszentrum für Frauen“ einzurichten. Streng sittlich natürlich, denn die Damen bilden schließlich den Vorstand der „Frauenliga zum Erhalt von Sitte und Anstand“. Gemeindearbeiter Peter Schnell (Ludwig Wiesheu) steht mit seiner behäbigen liebenswerten Art ständig zwischen den Parteien. Eine Paraderolle für den Kommandanten der Tüntenhausener Feuerwehr, der ja eigentlich von Berufs wegen schnell sein muss. Im Theaterstück mimt er jedoch einen müden Zeitgenossen, der allein auf das Signalwort „Feierabend“ hin wieder fit wird.

Wie Wirtin Sabine und ihre Freunde doch noch zum Ziel kommen, erfahren alle, die das Stück noch nicht gesehen haben, bei den weiteren Aufführungen. So viel sei verraten: Cola, Cash und Kaugummi nach Art des American Way of Life werden dabei eine große Rolle spielen.

Weitere Aufführungen gibt es am Freitag, 13., und Samstag, 14. Januar, jeweils um 20 Uhr, am Sonntag, 15. Januar, um 16 Uhr, am Samstag, 21. Januar, um 20 Uhr sowie zusätzlich am Sonntag, 22. Januar, um 16 Uhr.

Maria Martin

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