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Wo die Christbäume herkommen: Der Kindergarten „Am Vogelhölzl“ besuchte den Hallertauer Christbaumhof. Gemeinsam mit Hofchef Anton Kaindl schnitten die Kleinen eine Nordmanntanne für die Einrichtung in Oberhaindlfing.

Verkäufer sind in Saison gestartet

Trotz Hitze-Sommer: Keine Sorgen um Christbäume – doch für Zukunft sieht es schlechter aus

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Die Christbaumverkäufer im Landkreis sind in die Saison gestartet. Trotz des trockenen Sommers muss sich niemand Sorgen wegen dürrer Bäumchen machen. Doch für die Zukunft sieht es schlechter aus.

Landkreis – Der heiße und trockene Sommer hat Spuren hinterlassen – die bis in die der Weihnachtszeit reichen: „Bei uns hat die Trockenheit einen sehr großen Schaden angerichtet“, sagt Sepp Fischer, der auf seinem acht Hektar großen Hof in Attenkirchen Christbäume anbaut. „Zwei Drittel der Jungpflanzen sind kaputtgegangen.“

Die Folgen für die festliche Baumpracht und deren Preis würden jedoch erst in sieben, acht Jahren spürbar. So lange dauere es, bis eine junge Pflanze zu einem etwa zwei Meter großen Christbaum heranwächst. „Tannen sind Tiefwurzler. Die Bäume, die heuer in den Wohnzimmern stehen werden, haben keinen Trockenschaden“, erklärt Fischer. „Sie sind zum Teil nur ein bisschen leichter, weil sie weniger Wasser gezogen haben.“ Der 57-Jährige hat neben dem Klassiker Nordmanntanne auch Blaufichten, Korktannen und Kiefern im Sortiment. Die Arbeit auf seinem Hof läuft seit Anfang November auf Hochtouren, denn Fischer hat sich auf große Bäume spezialisiert. „Die hohe Fichte auf dem Freisinger Marienplatz zum Beispiel stammt von uns.“

Ab Nikolaus startet der gewöhnliche Verkauf. Um sicherzugehen, das der Nadelbaum so lange wie möglich schön bleibt, ist es laut Fischer sinnvoll, regional zu kaufen. „Gelagert wird er am besten im Netz, kühl und feucht.“ Sein Tipp: „Den Baum beim Aufstellen noch einmal leicht anschneiden. Zusätze wie bei Blumen ins Wasser zu geben, ist nicht verkehrt.“

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Die Hitze der vergangenen Monate spürt auch der Mauerner Christbaumbauer Jürgen Haberzettel. „Man merkt, dass Wasser abgeht“, sagt der 43-Jährige. „Trotzdem muss niemand Angst haben, dass der Baum in 14 Tagen nackig in der Wohnung steht.“ Die ersten Nordmanntannen, Colorado- und Koreatannen, die der gelernte Gärtner bereits geschnitten hat, sähen gut aus. Haberzettel ist froh darüber: „In jeden Baum investieren wir schließlich acht bis zehn Jahre Arbeit.“

So geht’s: Beim Einziehen in die Netzröhre konnte Anton Kaindl alle helfende Hände brauchen

Anton Kaindl vom Hallertauer Christbaumhof ist ebenfalls zufrieden. „Die großen Bäume schauen gut aus.“ Die Hitze habe eher den Jungpflanzen zu schaffen gemacht. „Die habe ich halt gegossen“, sagt der Seniorchef, der vor 20 Jahren die ersten Setzlinge gepflanzt hat.

Die Reservierung sei in vollem Gang, jetzt rechnet Kaindl mit dem großen Ansturm. Viele Familien nutzten das Angebot, ihr Bäumchen selbst zu schlagen. „Viele stellen den Baum bereits jetzt fertig geschmückt auf die Terrasse, um länger was davon zu haben.“ mh

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