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Neues altes Team: (v. l.) Kinderschutzbund-Vorsitzende Eva Bönig, Stellvertreterin Griseldis Sieberger, die neue Schriftführerin Claudia Reiter, Kassenprüferin Gundel Hammel, Kassierin Eva Wöhrl und Kassenprüferin Renate Braun

Verein erfüllt Weihnachtswünsche

Trotz Nachwuchsmangel: Kinderschutzbund engagiert sich weiter für Familien

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Er nimmt Kleiderspenden und Weihnachtswünsche entgegen und kümmert sich um vieles andere: Der Kinderschutzbund Freising engagiert sich seit vielen Jahren für Familien – trotz Nachwuchsmangel.

Freising – Dem Freisinger Kinderschutzbund geht es wie vielen Vereinen in der Region: Er hat Schwierigkeiten, Nachwuchs zu finden. Wie Vorsitzende Eva Bönig in der Jahresversammlung berichtete, engagieren sich die Mitglieder trotzdem seit Langem in vielen ehrenamtlichen Projekten – und haben auch nicht vor, damit aufzuhören. 

Die Betreuung der Kleiderkammer im Haus der Vereine, die dienstags von 10 bis 11.30 Uhr geöffnet hat, ist eine der Hauptaufgaben des Kinderschutzbunds. Im vergangenen Jahr habe man für 422 Kinder Kleidung ausgegeben. „Das geht nur aufgrund der zahlreichen Kleiderspenden, die Grundschulen und Privatpersonen immer wieder für uns sammeln“, betonte Bönig. 

Heidi Dillkofer betreut die begleiteten Umgänge und Übergaben. Darunter versteht man, dass eine neutrale Person die Treffen zwischen dem Kind und dem Elternteil, bei dem es nicht lebt, begleitet. Im Jahr 2017 habe der Kinderschutzbund insgesamt 47 Familien unterstützt – auch zu unbeliebten Zeiten wie am Wochenende. Inklusive Koordination, Elterngespräche und Berichte für das Jugendamt hätten die Ehrenamtlichen, die dafür lediglich eine Aufwandsentschädigung erhalten, insgesamt über 900 Stunden aufgebracht. Seit diesem Jahr bietet auch die Caritas solche Begleitungen an. Trotzdem gibt es für den Kinderschutzbund laut Dillkofer noch genügend zu tun. Heuer seien es bislang 35 Fälle gewesen. „Doch das Jahr ist noch nicht zu Ende. Gerade die Weihnachtszeit ist oft kritisch.“ 

Stichwort Weihnachten: Ingrid Drißl organisiert auch in diesem Jahr die Wunschaktion für benachteiligte Familien. Drißl sammelt die Wünsche der Kinder und gibt sie an Schulklassen sowie spendenbereite Familien weiter, die den Mädchen und Buben mit einem individuell zusammengestellten Päckchen eine Freude machen wollen. Neben der Initiative „UmiJu“ für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge habe der Kinderschutzbund in Zusammenarbeit mit der Caritas und der Katholischen Jugendfürsorge das Nachhilfeprojekt „Cleverkids“ und Aktionen von Kindern für Kinder unterstützt, teilte Bönig den zwölf Anwesenden weiter mit. 

Kassierin Eva Wöhrl zog ein positives Fazit: Zu den Einnahmen von fast 40.000 Euro, von denen knapp 8000 Euro Spenden seien, kämen Ausgaben in Höhe von 29.000 Euro. Der Verein stehe finanziell gut da. Die im Rhythmus von zwei Jahren durchgeführten Neuwahlen ergaben keine Überraschungen: Eva Bönig bleibt Vorsitzende. Stellvertreterin Griseldis Sieberger, Kassierin Eva Wöhrl sowie die Kassenprüferinnen Gundel Hammel und Renate Braun üben ihr Amt weiterhin aus. Lediglich der Posten der Schriftführerin wurde neu besetzt: Auf Daniela Schievenbusch folgt Claudia Reiter.

Gut zu wissen: Wer sich im Kinderschutzbund, vor allem in der Kleiderkammer, engagieren möchte, kann sich per E-Mail bei eva.boenig@web.de melden.

Lesen Sie auch: Kinderschutzbund Moosburg: Neue Räume für Schnupperkindergarten gefunden

Keanu (6) aus Würzburg bewies ein großes Herz: Er sammelte Spenden für kranke Kinder und Frühchen. 700 Euro kamen zusammen. Der Junge kam selbst zu früh auf die Welt.

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