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Auf eine Reise von der Steinzeit bis hin zur Epoche der Römer nahm Maria Messner die Kinder beim Türöffner-Tag mit.

Türöffner-Tag beim Archäologischen Verein Freising

Alte Zöpfe und das Brot der Römer

Das hat es beim Archäologischen Verein Freising noch nie gegeben: rund hundert Kinder „stürmten“ am Dienstag die Tür zur Dauerausstellung im Freisinger Landratsamt. Grund dafür war eine Aktion der „Sendung mit der Maus“, die zum „Türöffner-Tag“ lud.

Freising Zum ersten Mal war dabei auch ein Verein aus dem Landkreis Freising mit von der Partie. Lorenz Scheidl und Florian Bichlmeier, die beiden Vorsitzenden des Archäologischen Vereins, erinnern sich noch gut, wie es dazu gekommen war, als Verein bei der Maus-Aktion mitzumachen. Seine Freundin habe einen entsprechenden Aufruf im Fernsehen gesehen, berichtet Scheidl. Und man habe sich eigentlich eher aus „Jux und Gaudi“ beworben – und nicht daran gedacht, dass man als „Türöffner“ ausgewählt werde, um Blicke hinter die Kulissen zu gewähren – und damit möglicherweise sogar „ins Fernsehen“ gelangen würde.

Der Andrang war gewaltig – und die Verantwortlichen hatten sich dann auch eine Menge überlegt, um den Kinder die Vor- und Frühgeschichte im Landkreis spielerisch nahe zu bringen. Wie es unseren Vorfahren gelang, Feuer zu machen, das erklärte Lothar Breinl. Feuer- und Katzensteine sowie Zunder sei nötig gewesen. Wissbegierig waren die Kinder auch dabei, als sie von Maria Messner auf eine Reise von der Stein- über die Bronzezeit bis zur Epoche der Römer mitgenommen wurden. Woher der „Hochzeitsbecher von Murr“, eines der wertvollsten Stücke der archäologischen Sammlung, seinen Namen habe, wollten die Kinder wissen. Messner verwies auf die in das Gefäß eingeritzten Striche: „Seht ihr, die sollen einen Mann und eine Frau darstellen, die sich an den Händen halten.“ Gleich daneben war das Pärchen aus der Münchshofener Kultur als lebensgroße Figuren nachgebildet. „Schau mal, welch komische Zöpfe die Frau hat“, amüsierte sich die siebenjährige Lena.

Was die Römer aus Getreide und Milch herzustellen vermochten, das hatte die Jugendgruppe des Vereins im Internet recherchiert. Ein „Panis Romanum“, das tägliche Brot der frühen Hochkultur, durfte verkostet werden. Alexandra Reithmeier hatte auch noch „Semmeln nach Cato“ gebacken. Und welche Kleidung in dieser Epoche getragen wurde, das erklärten die Mitglieder der Freisinger Mittelaltergruppe Claymore.

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