Spritze wird in Oberarm gesetzt.
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Und es hat Pieps gemacht: Die Impfwelle für die Ältesten läuft jetzt an.

FT erklärt, wie die Registrierung abläuft

Erste Corona-Impfwelle: Über 80-Jährige können sich jetzt anmelden

  • Manuel Eser
    vonManuel Eser
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Über 80-Jährige aus dem Landkreis Freising können sich ab sofort für die Corona-Impfung vormerken lassen. Das FT erklärt, wie es geht, und wann der Rest dran ist.

  • Über 80-Jährige können sich jetzt für eine Corona-Impfung vormerken lassen.
  • Dafür gibt es zwei Wege.
  • Weitere Gesellschaftsgruppen wurden nach Priorität in weitere Gruppen unterteilt.

Alle Menschen, die im Landkreis Freising leben und über 80 Jahre alt sind, können sich ab sofort für die Corona-Impfung vormerken lassen. Sie gehören zu der Gruppe, die dafür nach der Impfverordnung des Bundes die höchste Priorität genießt. Wie Eva Zimmerhof, Sprecherin des Landratsamts, mitteilt, ist die Anmeldung auf zwei Wegen möglich: per E-Mail oder Post.

In der Email müssen vier Angaben stehen

Wer sich per E-Mail meldet, muss darin unbedingt folgende vier Angaben machen: Name, Geburtsdatum, Anschrift und Telefonnummer (wenn vorhanden: Festnetz und Handy). Die Anmeldung per E-Mail kann nur mit diesen vier persönlichen Angaben bearbeitet werden und ist ausschließlich an die E-Mail-Adresse impftermin@kvfreising.brk.de zu richten. Danach bekommt der Impfwillige ein Aufklärungsmerkblatt und eine Anamnese/Einwilligung zugeschickt. Diese Unterlagen muss er ausgefüllt und unterschrieben zum Impftermin mitbringen.

Über seinen Termin im Freisinger Impfzentrum wird der Impfwillige dann automatisch benachrichtigt. Hinweis: Die Terminvergabe ist davon abhängig, welche Mengen Impfstoff geliefert werden. Das Landratsamt bittet daher um Geduld.

Wer sich nicht per Email meldet, erhält Post

Darüber hinaus werden alle Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Freising, die über 80 Jahre alt sind, in den kommenden Tagen per Post angeschrieben. In dem Brief befinden sich dann ebenfalls ein Aufklärungsbogen und ein Anamnesebogen - sowie eine genaue Erklärung über das weitere Vorgehen, wenn eine Impfbereitschaft besteht.

Impfwillige, die sich bereits per E-Mail angemeldet haben, brauchen sich nicht zusätzlich postalisch melden. Eine Doppelanmeldung ist nicht notwendig.

Landratsamt bittet alle anderen um Geduld

Derzeit melden sich viele Bürger beim BRK und Landratsamt, die nicht in die Gruppe mit der höchsten Priorität fallen, wie sie vom Bundesgesundheitsministerium definiert worden ist. Eine Anmeldung wird für diese Bürger, erst später und dann ausschließlich über das Online-Anmeldeportal der Bundesregierung möglich sein. Das Landratsamt bittet noch um etwas Geduld.

Die Reihenfolge der Impfungen ist in einer Rechtsverordnung des Bundesgesundheitsministeriums festgelegt, die auf der Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission beim Robert Koch-Institut (RKI) aufbaut. Diese Rechtsverordnung ist am 15. Dezember 2020 in Kraft getreten.

Kostbare Fracht: Der Impfstoff trifft im Landkreis Freising ein.

Eine Priorisierung ist notwendig, weil zunächst nicht ausreichend Impfstoff zu Verfügung steht, um alle Menschen zu impfen, die das wünschen. Nach der Impfverordnung werden zuerst die über 80-Jährigen sowie die Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen geimpft. Auch das Personal dieser Häuser, Beschäftigte im Gesundheitswesen, die einem besonders hohen Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind, gehören zu der Gruppe mit höchster Priorität.

Die Ältesten genießen die höchste Priorität

Die höchste Priorität genießen neben Über 80-Jährigen Personen, die in stationären Einrichtungen für ältere oder pflegebedürftige Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind, Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten, Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit hohem Expositionsrisiko wie Intensivstationen, und Notaufnahmen, Rettungsdienste als Leistungserbringer der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, SARS-CoV-2-Impfzentren und in Bereichen mit infektionsrelevanten Tätigkeiten, Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen, die Menschen mit einem hohen Risiko behandeln, betreuen oder pflegen. Zu Letzteren zählen etwa Onkologie und Transplantationsmedizin.

Dann kommen schwer kranke Menschen

Hohe Priorität genießen die Über 70-Jährigen sowie Personen mit Trisomie 21, mit Demenz oder geistiger Behinderung und jene, die einer Organtransplantation hinter sich haben. Darüber hinaus zählen zu dieser Gruppe auch die engen Kontaktpersonen von solchen pflegebedürftigen Personen, die über 70 Jahre alt sind, an Trisomie 21 oder einer geistigen Behinderung (bzw. Demenz) leiden oder nach einer Organtransplantation ein hohes Infektionsrisiko haben.

Ebenfalls hohe Priorität genießen Kontaktpersonen von Schwangeren, Mitarbeiter ambulanter Pflegedienste, Ärzte und Angestellte in der Krankenhausinfrastruktur sowie Mitarbeiter in Flüchtlings- und Obdachloseneinreichtungen.

Erhöhte Priorität für kranke Menschen

Es folgt die Gruppe, die unter dem Begriff „erhöhe Priorität firmiert: Über 60-Jährige sowie Personen mit folgenden Krankheiten: Adipositas, chronische Nierenerkrankung, chronische Lebererkrankung, Immundefizienz oder HIV-Infektion, Diabetes mellitus, diverse Herzerkrankungen, Schlaganfall, Krebs, COPD oder Asthma, Autoimmunerkrankungen und Rheuma.

Erhöhte Priorität genießen auch folgende Berufsgruppen: Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit niedrigen Expositionsrisiko (Labore) und ohne Betreuung von Patienten mit Verdacht auf Infektionskrankheiten, Personen in relevanter Position in Regierungen, Verwaltungen und den Verfassungsorganen, in Streitkräften, bei der Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz und THW, Justiz, Personen in relevanter Position in Unternehmen der kritischen Infrastruktur, im Apotheken und Pharmawirtschaft, öffentliche Versorgung und Entsorgung, Ernährungswirtschaft, Transportwesen, Informationstechnik und Telekommunikation, Erzieher und Lehrer sowie Personen, mit prekären Arbeits- oder Lebensbedingungen.

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