„Was lange währt...“

UFP-Messung in Freising: Vier Standorte sind möglich

  • Manuel Eser
    vonManuel Eser
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In den kommenden drei Jahren soll die Ultrafeinstaubbelastung am Flughafen München gemessen werden. In Freising kämen dafür vier Standorte in Frage.

UFP-Messungen sollen demnächst am Flughafen München stattfinden.

Freising – Der Kampf war lang, aber am Ende erfolgreich: Im Auftrag des Bayerischen Umweltministeriums misst die Universität Bayreuth in den kommenden drei Jahren die Ultrafeinstaubbelastung (UFP) rund um den Flughafen im Moos.

Professor Anke Nölscher war am Mittwoch in den Planungsausschuss der Stadt gekommen, um das Projekt und den Stand der Dinge vorzustellen. Denn eine von zwei Messstationen soll auf Freisinger Stadtgebiet liegen. Ziele der Messung der UFP in Bodennähe sei es, die Anzahl und auch die Größe der Kleinstpartikel zu messen, vor allem aber auch deren chemische Zusammensetzung zu analysieren. Die gebe nämlich Aufschluss darüber, wo die UFP herkämen, die aufgrund ihrer minimalen Größe lungengängig und gesundheitsschädlich seien.

Für einen Messstandort müssen mehrere Faktoren passen

Eine Messstation soll dabei im Süden des Flughafens – also auf Hallbergmooser Gemeindegebiet – liegen, die andere im Norden – also auf Freisinger Flur. Zusammen mit der Stadt habe man sich 35 mögliche Standorte angeschaut, berichtete Nölscher, daraus zunächst 20 ausgewählt. Die Stromversorgung müsse gegeben sein, der Untergrund müsse passen, außerdem müssten noch manch andere Faktoren einbezogen werden. Im Endeffekt, und das ist der Stand der Dinge, hätten sich vier Standorte als technisch realisierbar herausgestellt: zwei davon liegen in Lerchenfeld (an der Stadtgärtnerei und an den Containern an der Erdinger Straße), eine beim Feuerwehrhaus in Attaching und eine beim sogenannten alten Hirtenhaus in Achering.

Welche man nun endgültig dem Umweltministerium vorschlagen werde, das dann über den Standort entscheidet, soll jetzt in Absprache mit der Stadt und auch mit dem Bürgerverein Freising bestimmt werden. Flughafenreferent Manfred Drobny quittierte den Bericht so: „Was lange währt, wird endlich gut.“ Und: „Eigentlich bräuchten wir alle vier Standorte“ – eine Anregung, die OB Tobias Eschenbacher aufgriff, indem er sagte, es könne „ja nicht schaden“, wenn man das Ministerium bitte, an vier Stellen zu messen.

Uni erhält von der FMG Daten zu Flugbewegungen

Die Frage von Drobny, ob die Uni Bayreuth auf Daten des Flughafens zugreifen dürfe, beantwortete Nölscher so: Man erhalte Zugriff auf die Daten, die die FMG öffentlich machen dürfe – etwa die Flugbewegungen. Eigene UFP-Messungen führe die Flughafengesellschaft bekanntlich nicht durch.

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